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Führungskrise

15,5 Prozent: Folgt Bablers Abgang diesen Sonntag?

15,5 Prozent: Folgt Bablers Abgang diesen Sonntag?
(FOTO: EPA / OLIVIER HOSLET)
2 Min. Lesezeit |

15,5 Prozent, ein Treffen der Landeschefs und ein Name, der plötzlich überall fällt – bei der SPÖ läuft die Uhr.

Die SPÖ unter Andreas Babler steht vor einer Zerreißprobe. Laut dem aktuellen APA-Wahltrend kommt die Partei unter seiner Führung nur noch auf 15,5 Prozent – ein Wert, der innerhalb der Sozialdemokratie zunehmend als untragbar gilt. Besonders alarmierend ist für viele Landesorganisationen, dass der Vorsprung der SPÖ auf die FPÖ in Wien auf gerade noch neun Prozentpunkte zusammengeschrumpft ist.

Um die Lage zu beraten, haben die SPÖ-Landeschefs für Sonntag um 16 Uhr ein Treffen in Wien angesetzt – ein Termin, dem parteiintern erhebliche Bedeutung beigemessen wird.

Mögliche Nachfolger

Als möglicher Nachfolger Bablers hat sich Medienmanager Gerhard Zeiler in Stellung gebracht. Er hat öffentlich erklärt, für die Parteiführung zur Verfügung zu stehen: „Mein Angebot und wofür ich stehe, ist bekannt.“ Neben Zeiler werden auch Finanzminister Markus Marterbauer, Frauenministerin Eva-Maria Holzleitner sowie die langjährige SPÖ-Politikerin Doris Bures als potenzielle Kandidatinnen und Kandidaten gehandelt.

Marterbauer allerdings kämpft derzeit gegen eine Krebserkrankung und steht damit vor persönlichen Herausforderungen, die eine Kandidatur zum gegenwärtigen Zeitpunkt erschweren. Ob am Sonntag auch die Frage eines Sonderparteitags zur Wahl eines neuen Vorsitzenden auf die Tagesordnung kommt, gilt als offen.

Stimmen gegen Babler

Wiens Bürgermeister Michael Ludwig hat für Samstag ein Gespräch mit seinen 23 Bezirksparteichefs anberaumt. Deutliche Worte kommen von Christian Deutsch, der sich klar für Zeiler ausspricht und Bablers Führungsstil offen kritisiert: „So kann es nicht weitergehen.“ Auch die Wiener Landesorganisation steht nicht länger geschlossen hinter dem Parteivorsitzenden.

Aus den Reihen der niederösterreichischen und steirischen Parteimitglieder sind ebenfalls Signale der Veränderungsbereitschaft zu vernehmen. Wie es aus Parteikreisen heißt, ist die Stimmung gegenüber Babler eindeutig: „Seine Zeit ist vorbei. Niemand in der Partei stützt ihn mehr.“ Kärntens Landeschef Daniel Fellner formuliert es nüchterner: „Ob Zeiler oder Babler ist für mich ein nachgeordnetes Ziel.“

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KO KOSMO-Redaktion
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