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Bis 35.000 Euro

Teheran setzt Kopfgeld auf US-Soldaten aus – Frauen doppelt so viel wert

Teheran setzt Kopfgeld auf US-Soldaten aus – Frauen doppelt so viel wert
FOTO: iStock
2 Min. Lesezeit |

Kopfgeld auf US-Soldaten, Spannungen an einer Welthandelsroute und gleichzeitig stille Diplomatie hinter den Kulissen.

Die iranische Armee hat ein Kopfgeld für getötete oder gefangen genommene US-Soldaten ausgelobt. Armeesprecher Amir Akraminia gab bekannt, dass für die Tötung oder Gefangennahme amerikanischer Soldaten Prämien von bis zu 35.000 Euro in Aussicht gestellt werden. Dabei sollen Männer mit 17.500 Euro entlohnt werden, Frauen hingegen mit dem doppelten Betrag von 35.000 Euro.

Akraminia formulierte es so: „Wer einen amerikanischen Soldaten, der als Angreifer iranisches Staatsgebiet betritt, tötet und dessen Leichnam übergibt oder ihn gefangen nimmt, werde belohnt.“ Hintergrund ist der seit Ende Februar anhaltende Konflikt, der seinen Ausgangspunkt in gemeinsamen Luftangriffen der USA und Israels auf den Iran nahm. Die Angriffe begannen am 28. Februar 2026, als von den USA und Israel genannte Gründe werden fehlender Fortschritt bei den Atomverhandlungen sowie von Iran ausgehende Bedrohungen angeführt.

Straße von Hormuz

Ein zentrales Spannungsfeld in diesem Konflikt bildet die Straße von Hormuz, eine der bedeutendsten Transitrouten für den globalen Energiehandel. Rund um diese strategisch sensible Meerenge häufen sich die Spannungen, während Spekulationen über mögliche Bodeneinsätze der USA nicht abreißen. Der iranische Außenminister Abbas Araqchi kehrte unterdessen von einem Aufenthalt in New York zurück, wo ihm ein amerikanischer Verhandlungsvorschlag zur Beilegung des festgefahrenen Konflikts unterbreitet worden war.

Diplomatische Vermittlung

Am Rande der UNO-Generalversammlung in New York führte Araqchi Gespräche mit verschiedenen internationalen Vertretern, darunter auch mit der österreichischen Außenministerin Beate Meinl-Reisinger. Die diplomatischen Bemühungen zur Deeskalation werden derzeit maßgeblich vom Golfstaat Katar koordiniert, der als Vermittler zwischen Teheran und Washington auftritt. Das katarische Außenministerium erklärte am 29. September, Katar setze seine Vermittlungsbemühungen fort, um die Positionen beider Seiten einander anzunähern. Dazu würden Treffen ermöglicht und Nachrichten zwischen den Parteien ausgetauscht.

Die iranische Regierung prüft den vorliegenden amerikanischen Vorschlag gegenwärtig eingehend und signalisiert Interesse an einer diplomatischen Lösung.

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KO KOSMO-Redaktion
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