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Piloten schwer verletzt

Messerattacke im Cockpit: Ersatzpiloten zufällig an Bord – 180 Passagiere in Sicherheit

Messerattacke im Cockpit: Ersatzpiloten zufällig an Bord – 180 Passagiere in Sicherheit
FOTO: Screenshot
3 Min. Lesezeit |

180 Menschen, ein Angriff im Cockpit, freier Fall über dem Nahen Osten – an Bord herrschte Todesangst.

An Bord herrschte Panik, das Flugzeug verlor rapide an Höhe – und nur dem beherzten Eingreifen der Passagiere ist es zu verdanken, dass Flydubai-Flug FZ1073 nicht in einer Katastrophe endete. Auf dem Weg von Dubai nach Tel Aviv griff der Pilot seinen Kopiloten an und versetzte damit 180 Menschen in Todesangst.

Der Angriff ereignete sich, als die Maschine den jordanischen Luftraum durchquerte. Laut einer Passagierin, die sich gegenüber dem israelischen Sender Channel 12 äußerte, soll einer der Piloten niedergestochen und schwer verletzt worden sein – die Kontrolle über das Flugzeug war damit zeitweise verloren. Die Boeing sank von rund 10.400 Metern auf etwa 4.300 Meter ab.

Passagiere greifen ein

In einem Video, das in der Folge kursierte, ist die Stimme eines Passagiers zu hören: „Wir haben die Terroristen überwältigt, wir nähern uns der Landung. Wer mich hört – wir brauchen Hilfe.“

Nach dem Übergriff sendete die Maschine ein Notsignal. Sie wurde über jordanischen Luftraum nach Saudi-Arabien umgeleitet und landete schließlich in Tabuk. Dass es überhaupt zu einer sicheren Landung kam, verdankten die Passagiere zwei Ersatzpiloten, die sich im hinteren Teil des Flugzeugs befunden hatten und rechtzeitig das Cockpit übernehmen konnten.

Sowohl der Kapitän als auch der Kopilot wurden nach der Notlandung wegen ihrer Verletzungen zur medizinischen Behandlung in ein Krankenhaus in Tabuk gebracht.

Israels Reaktion

Israel reagierte umgehend: Der Luftraum wurde gesperrt, Kampfjets stiegen auf, und Premierminister Benjamin Netanjahu berief eine Sicherheitskonferenz ein. Ein israelischer Beamter brachte die Dramatik des Vorfalls auf den Punkt: „Eine große Katastrophe wurde nur knapp verhindert.“ Besonders hervorgehoben wurde dabei der entschlossene Einsatz der Passagiere – darunter zahlreiche Israelis –, die den Angreifer überwältigten und damit wohl Leben retteten.

Flydubai bestätigte den Vorfall und erklärte, das Flugzeug sei sicher gelandet. Die Sicherheit der Passagiere habe zu jedem Zeitpunkt höchste Priorität gehabt.

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KO KOSMO-Redaktion
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