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Hochstapelei

Fake Neurochirurg lebt fünf Monate im Hotel – Rechnung über 50.000 Euro

Fake Neurochirurg lebt fünf Monate im Hotel – Rechnung über 50.000 Euro
Symbolbild Foto: iStock
2 Min. Lesezeit |

Fünf Monate, ein falscher Name, acht E-Mail-Adressen und eine Hotelrechnung, die kein echter Arzt je bezahlt hätte.

Ein 44-jähriger US-amerikanischer Staatsbürger hat über einen Zeitraum von fünf Monaten in Wien ein Leben als angeblicher Neurochirurg geführt – auf Kosten anderer. Am Ende hinterließ er eine unbezahlte Hotelrechnung in Höhe von 50.292 Euro. Um seine Identität zu verschleiern, bediente er sich falscher Namen sowie acht verschiedener E-Mail-Adressen, mit denen er sich als vermögender Mediziner ausgab.

Von August bis Dezember 2025 bewohnte der Mann unter falschem Namen ein Zimmer in einem Wiener Business-Hotel und nahm dort umfangreiche Leistungen in Anspruch. Sein Anwalt Florian Kreiner schilderte die Situation vor Gericht so: „Mein Mandant hat einen überaus luxuriösen Lebensstil gepflegt, geriet dann in eine finanzielle Schieflage und lebte dennoch einfach weiter.“

Falsche Identität

Gegenüber dem Gericht gab der Angeklagte an, an der Universität Harvard sowie an einer russischen Hochschule studiert zu haben. Darüber hinaus hatte er zwei ukrainische Staatsangehörige als persönliche Assistentinnen beschäftigt – ohne diese jemals zu entlohnen. Die beiden Frauen erstatteten schließlich Anzeige gegen ihn. Das Wiener Landesgericht verurteilte ihn daraufhin zu 14 Monaten teilbedingter Haft; das Urteil ist noch nicht rechtskräftig.

Alles verloren

In seinem abschließenden Statement vor Gericht zeigte sich der Angeklagte erschüttert: „Meine Frau will sich jetzt von mir scheiden lassen und meiner Tochter geht es schlecht. Ich habe alles verloren.“ Die Staatsanwaltschaft hatte ihm im Laufe des Verfahrens eine ausgeprägte Vorliebe für luxuriöse Unterkünfte vorgeworfen – was er nicht in Abrede stellte.

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KO KOSMO-Redaktion
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