Fahren mit den Wiener Öffis wird teurer und das nicht zum letzten Mal. Was ab 2027 auf Pendler zukommt, steht noch nicht fest.
Wer in Wien mit den Öffis unterwegs ist, muss sich ab dem kommenden Jahr auf höhere Kosten einstellen. Die Wiener Linien haben angekündigt, ihre Tarife zu Beginn des Jahres 2027 anzupassen. Grundlage dafür ist der gestiegene Verbraucherpreisindex, den Statistik Austria erhoben hat: Zwischen August 2025 und August 2026 legte dieser um 3,2 Prozent zu. Ob die Ticketpreise in genau diesem Ausmaß steigen werden, ist allerdings noch offen.
Jahrelange Stabilität
Jahrelang blieben die Tarife der Wiener Linien unverändert – seit der Einführung der 365-Euro-Jahreskarte im Jahr 2012 gab es keine Anpassungen. Das änderte sich erstmals zu Jahresbeginn 2026, als eine Erhöhung in Kraft trat. Künftig sollen die Preise regelmäßig, nämlich jährlich, valorisiert werden – ein Modell, das beim Verkehrsverbund Ost-Region sowie bei den ÖBB bereits gängige Praxis ist.
Welche Ticketkategorien konkret betroffen sein werden und in welchem Umfang die Preise steigen, soll erst im Herbst 2026 kommuniziert werden. Im Netz kursieren bereits Spekulationen über Aufschläge von bis zu 1,10 Euro – offizielle Bestätigungen dazu gibt es bislang jedoch nicht.
Branchenweiter Trend
Auch andere Anbieter im öffentlichen Verkehr ziehen die Preise an: Die ÖBB werden ihre Tarife zum Fahrplanwechsel am 13. Dezember 2026 um rund 3,5 Prozent erhöhen, der Verkehrsverbund Ost-Region hat entsprechende Anpassungen bereits im Juli und September 2026 vorgenommen.
Für viele Angehörige der BKS-Diaspora (bosnisch-kroatisch-serbischsprachige Gemeinschaft) in Wien, die im Alltag auf den öffentlichen Nahverkehr angewiesen sind, bedeutet diese Entwicklung eine spürbare finanzielle Mehrbelastung.