Ein Oktoberfest-Abend, eine verstopfte Dusche – und ein historisches Münchner Hotel kämpft nun gegen einen Schaden in sechsstelliger Höhe.
Zwei Männer aus Paderborn haben nach einem Abend auf dem Münchner Oktoberfest im Hotel Brack einen massiven Wasserschaden verursacht. Der entstandene Schaden wird auf rund 200.000 Euro geschätzt.
Einer der beiden Gäste übergab sich in der Dusche seines Zimmers, wodurch der Abfluss verstopfte. Unbemerkt lief das Wasser weiter, während die Männer ihren Rausch ausschliefen – insgesamt rund acht Stunden lang.
Historisches Haus betroffen
Die Wassermassen breiteten sich vom Zimmer 233 durch das Treppenhaus bis in den Frühstücksraum aus. Das Hotel Brack, ein historisches Haus aus dem Jahr 1889, erlitt erhebliche Schäden an Holzböden und der übrigen Bausubstanz.
Chefin Manuela Holzer steht nun vor der Aufgabe, Teppiche zu entfernen und Trocknungsgeräte aufzustellen. „Das Wasser stand zentimeterhoch, man musste durchwaten“, schildert sie die Situation. Eine Mitarbeiterin beschrieb den Zustand so: „Es plätschert überall und es tropft von der Decke.“
Offene Haftungsfrage
Holzer berichtet, wie der Morgen begann: „Erst einmal musste ich sie wecken. Die Dusche mussten sie dann auch noch abstellen.“ Ob die Versicherung für den Schaden aufkommt, ist derzeit offen.
Die Hotelchefin geht von grober Fahrlässigkeit aus und fordert von den Verursachern eine schriftliche Haftungserklärung. „Schließlich handelt es sich nicht um einen Wasserrohrbruch, sondern um grobe Fahrlässigkeit“, stellt Holzer klar. Die Kosten für die notwendigen Reparaturen belaufen sich auf rund 200.000 Euro.