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Machtkampf

Erstes Aufeinandertreffen: Babler und Zeiler geben sich die Hand

Erstes Aufeinandertreffen: Babler und Zeiler geben sich die Hand
(FOTO: EPA / OLIVIER HOSLET)
3 Min. Lesezeit |

Mitten in der SPÖ-Führungsdebatte treffen Andreas Babler und Gerhard Zeiler erstmals aufeinander – doch bei der Filmpremiere wollen beide über den Machtkampf nicht sprechen.

Die Führungsdebatte innerhalb der SPÖ dauert an. Am Dienstagabend trafen Parteichef Andreas Babler und Gerhard Zeiler bei der Gala-Premiere von „Bruno – der junge Kreisky“ im Wiener Gartenbaukino aufeinander. Es war ihre erste Begegnung, seit Zeiler angekündigt hatte, für den SPÖ-Parteivorsitz zur Verfügung zu stehen. Zur Führungsfrage selbst wollten sich beide an diesem Abend nicht äußern.

Babler beschränkte sich auf die Aussage: „Ich freue mich auf den Kreisky-Film.“ Zeiler erklärte auf die Frage nach dem Treffen, es werde „wunderbar“, fügte aber hinzu, an diesem Abend gehe es nur darum, den Film anzusehen. Kurz vor Beginn der Vorstellung kam es schließlich zu einem Handschlag zwischen den beiden.

Zeilers zögerliche Unterstützung

Zeiler hat erklärt, für den SPÖ-Parteivorsitz zur Verfügung zu stehen. Eine ausdrückliche öffentliche Unterstützungserklärung aus den Landesorganisationen gab es zunächst allerdings nicht. Vor allem Kärnten und die Steiermark drängen auf eine rasche Klärung des weiteren Vorgehens. Der steirische SPÖ-Chef Max Lercher forderte ein „klares, professionelles Prozedere“ im Umgang mit Zeilers Bewerbung und unterstützt ein Treffen der Landesparteivorsitzenden.

Zeiler sprach sich in einem TV-Interview auch für Änderungen im Pensionssystem aus. Nach seinen Vorstellungen sollen 45 Versicherungsjahre Voraussetzung für einen abschlagsfreien Pensionsantritt sein. Zudem plädierte er dafür, bei der Finanzierung der Pensionen stärker auf den Kapitalmarkt zu setzen und verwies dabei auf Modelle in Schweden und Dänemark.

Geteilte Reaktionen

In den Landesorganisationen gibt es unterschiedliche Vorstellungen darüber, wie schnell die Führungsfrage geklärt werden soll. Tirols SPÖ-Chef Philip Wohlgemuth fordert rasche Klarheit, während Oberösterreichs Landeschef Martin Winkler vor einer Entscheidung unter Zeitdruck warnt. Wiens Bürgermeister Michael Ludwig hielt sich in der Personaldebatte bislang weitgehend zurück.

Der Kärntner SPÖ-Klubchef Luca Burgstaller fand hingegen lobende Worte für Zeiler. Er bezeichnete ihn als „international erfolgreichen Manager“ und als eine Person, die er für geeignet halte, auch in der Politik Entscheidungen zu treffen. Deutlich gegen Babler positionierte sich der frühere SPÖ-Bundesgeschäftsführer und heutige Wiener Gemeinderat Christian Deutsch. Angesichts schwacher Umfragewerte sprach er von „Feuer am Dach“ und forderte Babler auf, einen „geordneten Übergang“ an eine Nachfolge nicht in die Länge zu ziehen.

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KO KOSMO-Redaktion
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