Ein Bus rast in ein Gebäude, ein Kind stirbt, sieben Menschen werden verletzt. Hinter dem Unfall in München steckt offenbar ein medizinischer Notfall des Fahrers.
Ein tragisches Unglück erschütterte am Samstagnachmittag München. In der bayerischen Landeshauptstadt kam ein 13-jähriges Mädchen ums Leben, als ein Linienbus von der Fahrbahn abkam und in ein Gebäude krachte. Das Kind, das direkt hinter dem Fahrer saß, erlag noch an der Unfallstelle seinen schweren Verletzungen. Bei dem Unglück wurden weitere Personen verletzt.
Der Vorfall ereignete sich in der Feldbergstraße in München-Trudering. Das Fahrzeug geriet von der Straße ab, rutschte seitlich durch einen Vorgarten, durchbrach eine Hecke und prallte schließlich gegen eine Gebäudefassade sowie eine Betonwand. Ein Feuerwehrsprecher bestätigte den tödlichen Ausgang für eine weibliche Person und sprach zunächst von 18 teils schwerverletzten Insassen. Im Laufe des frühen Abends präzisierte die Polizei diese Angaben und korrigierte die Zahl der Verletzten auf sieben, darunter vier Schwerverletzte – unter ihnen auch der 38 Jahre alte Busfahrer.
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Großer Rettungseinsatz
Mit einem Großaufgebot rückten Feuerwehr und Rettungsdienste zur Unglücksstelle im Osten Münchens aus. Die Einsatzkräfte versorgten die Verletzten und transportierten sie in nahegelegene Kliniken. Polizeibeamte sperrten das Areal weiträumig ab. Notfallseelsorger betreuten sowohl die Betroffenen als auch Augenzeugen und Einsatzkräfte vor Ort.
Münchens Oberbürgermeister Dieter Reiter meldete sich am Abend über seinen Instagram-Kanal zu Wort. Er erklärte, der Bus sei „aufgrund eines medizinischen Notfalls des Fahrers“ verunglückt. In seiner Stellungnahme betonte er, seine Gedanken seien bei den Eltern, Angehörigen und Freunden des tödlich verunglückten jungen Mädchens.
Laufende Ermittlungen
Die Polizei hat inzwischen Ermittlungen aufgenommen, die sich auf das gesundheitliche Problem des Busfahrers konzentrieren. Auf Anweisung der Staatsanwaltschaft untersuchte ein Gutachter sowohl das Unfallwrack als auch die Unglücksstelle.
Nach ersten Schätzungen der Polizei beläuft sich der entstandene Sachschaden auf mehrere tausend Euro.