Mit 200 km/h über die Autobahn, Überholmanöver auf dem Pannenstreifen und ein Polizeischuss auf den Reifen – die Flucht eines 20-Jährigen eskalierte dramatisch.
Eine wilde Verfolgungsjagd durch mehrere niederösterreichische Bezirke endete für einen 20-jährigen Drogenlenker in der Nacht auf Samstag hinter Gittern. Der junge Mann aus dem Bezirk St. Pölten ignorierte in Pressbaum eine rote Ampel und flüchtete anschließend vor einer Polizeikontrolle.
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Mit einem 17-jährigen Beifahrer im Auto raste der Amtsbekannte mit Geschwindigkeiten von bis zu 200 km/h über die Westautobahn (A1) und die Wiener Außenringautobahn (A21). Während seiner halsbrecherischen Flucht überholte er mehrfach rechts über den Pannenstreifen und zwang andere Verkehrsteilnehmer zu gefährlichen Ausweich- und Bremsmanövern.
Dramatische Wendung
Bei der Abfahrt Mayerling kollidierte das Fahrzeug mit einer Verkehrsleiteinrichtung im Kreisverkehr. Trotz des beschädigten Wagens setzte der 20-Jährige seine Flucht unbeirrt fort. Als Beamte kurz vor Heiligenkreuz einen erneuten Anhalteversuch unternahmen, beschleunigte der Fahrer und steuerte sein Fahrzeug auf einen Polizisten zu.
Der Uniformierte reagierte mit einem gezielten Schuss auf den Hinterreifen des Autos. Der Schuss blieb jedoch ohne sofortige Wirkung. Erst als dem Flüchtigen weitere Polizeifahrzeuge entgegenkamen, stoppte er schließlich auf der B11 Richtung Gaaden.
Rechtliche Folgen
Bei der anschließenden Kontrolle stellten die Beamten fest, dass der Lenker unter Drogeneinfluss stand. Zudem fanden sie Cannabiskraut im Fahrzeug.
Der 17-jährige Beifahrer gab an, den Fahrer während der Flucht mehrmals gebeten zu haben anzuhalten, um aussteigen zu können. Nach dem Ende der Verfolgungsjagd wurde der Jugendliche in die Obhut seiner Mutter übergeben, während der 20-jährige Fahrer in die Justizanstalt St. Pölten eingeliefert wurde.
Neben strafrechtlichen Konsequenzen erwarten ihn auch Anzeigen wegen zahlreicher Verwaltungsübertretungen bei der zuständigen Bezirkshauptmannschaft.