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Eiszeit zwischen Verbündeten? Serbien zeigt Russland die kalte Schulter

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Zwischen Moskau und Belgrad knirscht es: Das serbische Außenministerium weist russische Kritik scharf zurück und betont die nationale Souveränität des Balkanstaates.

Das serbische Außenministerium hat mit deutlicher Kritik auf Äußerungen der russischen Außenamtssprecherin Maria Sacharowa reagiert. Staatssekretärin Nevena Jovanovic betonte auf dem Kurznachrichtendienst X die Souveränität Serbiens: “Wir sind ein unabhängiger Staat, der Entscheidungen ausschließlich im Einklang mit nationalen Interessen trifft.” Sie erinnerte daran, dass Serbien als einziges europäisches Land außerhalb der GUS keine Sanktionen gegen Russland verhängt habe – eine Entscheidung, die “weder leicht noch einfach” gewesen sei.

Trotz des komplexen internationalen Umfelds habe Belgrad die Kooperation mit Moskau aufrechterhalten, einschließlich regelmäßiger Direktflüge zu mehreren russischen Städten. Jovanovic wies zudem Vorwürfe zurück, Serbien liefere Waffen an Konfliktparteien: “Keine einzige in Serbien hergestellte Kugel landet in Konfliktgebieten.” Sie kritisierte Sacharowas Kommunikationsstil als unangemessen: “Serbien bedient sich keiner Beleidigungen und akzeptiert sie auch nicht als Kommunikationsstil unter Freunden.”

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