Keine Artikel gefunden
Versuche einen anderen Suchbegriff
Enthüllungen

Epsteins dunkles Geheimnis: 80 Prozent seiner Opfer vom Balkan!

Epsteins dunkles Geheimnis: 80 Prozent seiner Opfer vom Balkan!
(FOTO: EPA / WILL OLIVER)
2 Min. Lesezeit |

Ein dunkles Kapitel öffnet sich: Bis zu 80 Prozent der Opfer in Jeffrey Epsteins Netzwerk kamen offenbar vom Balkan. Die Region war Dreh- und Angelpunkt eines erschreckenden Systems.

Balkanregion als Drehscheibe

Neue Erkenntnisse der Investigativjournalistin Sibel Edmonds werfen ein beunruhigendes Licht auf das Ausmaß von Jeffrey Epsteins Menschenhandelsring. Laut Quellen aus dem US-Justizministerium stammten bis zu 80 Prozent der minderjährigen Opfer in Epsteins Netzwerk aus dem Balkan. Diese Region scheint ein zentraler Rekrutierungsort für seinen internationalen Menschenhandel gewesen zu sein.

Bislang unter Verschluss gehaltene Reiseaufzeichnungen des verurteilten Sexualstraftäters dokumentieren mehr als ein Dutzend Flüge in die Balkanregion während der späten 1990er Jahre. In dieser Zeit soll Epstein mit Unterstützung israelischer Partner begonnen haben, ein weitreichendes Kontaktnetzwerk innerhalb der Vereinten Nationen aufzubauen. In diesem Zusammenhang tauchen in kürzlich freigegebenen US-Regierungsdokumenten drei hochrangige Namen auf: Miroslav Lajčák, Terje Rød-Larsen und Joanna Rubinstein.

Die aktuellen Enthüllungen erinnern an den Fall der Whistleblowerin Kathryn Bolkovac. Die ehemalige Polizeiermittlerin hatte bereits Anfang der 2000er Jahre aufgedeckt, wie Mitarbeiter des Unternehmens DynCorp und UN-Personal in Bosnien-Herzegowina in den Handel mit Frauen und Kindern verwickelt waren. Edmonds betont, dass trotz erdrückender Beweise keiner der hochrangigen Beteiligten strafrechtlich zur Verantwortung gezogen wurde. DynCorp erhält bis heute Millionenaufträge von der US-Regierung und den Vereinten Nationen.

UN-Personal involviert

Besonders alarmierend sind Daten aus internen UN-Umfragen für 2024. Demnach halten 3,65 Prozent des Personals es für vertretbar, für sexuelle Dienstleistungen zu bezahlen. Fast ein Prozent der Befragten stuft sogar sexuelle Aktivitäten mit Minderjährigen als akzeptabel ein.

In ihrem Bericht geht Edmonds noch weiter und verweist auf Quellen, die Verbindungen der genannten UN-Beamten zu Geheimdiensten wie dem Mossad nahelegen. Die Recherchen deuten darauf hin, dass Lajčák und Rød-Larsen Offshore-Konten in Finanzzentren wie Dubai und Malta unterhalten haben. Joanna Rubinstein soll Epsteins Privatinsel in der Karibik sogar noch nach seiner ersten Verurteilung wegen Sexualdelikten besucht haben.

⇢ Russische Frauen: War Epsteins Sex-Netzwerk eine KGB-Falle?

Geheime Dokumente

Obwohl US-Behörden gelegentlich Teile von Dokumenten freigeben, warnt Edmonds, dass die entscheidenden Informationen aus den Jahren 1997 bis 2001 nach wie vor strenger Geheimhaltung unterliegen.

Sie kommt zu dem Schluss, dass „der Balkan den Schlüssel“ zum Verständnis des gesamten Mechanismus bietet – sowohl für den globalen Menschenhandel als auch für das System sexueller Erpressung, das Epstein betrieben haben soll.

Unabhängiger Journalismus braucht Unterstützung

Guter Journalismus entsteht nicht nebenbei. Gründliche Recherche, sorgfältige Faktenprüfung und eine kritische Einordnung brauchen Zeit, Erfahrung und Ressourcen. Damit wir weiterhin unabhängig berichten können – frei von politischem oder wirtschaftlichem Einfluss – sind wir auf deine Unterstützung angewiesen.

Hilf mit, unabhängigen Journalismus zu sichern.
KO KOSMO-Redaktion
Teilen