Start Politik Gipfeltreffen: „Österreich schenkt Westbalkan 1 Million Impfdosen“
WESTBALKAN

Gipfeltreffen: „Österreich schenkt Westbalkan 1 Million Impfdosen“

(FOTO: Twitter/Sebastian Kurz)

Bundeskanzler Sebastian Kurz (ÖVP) hat am Freitag die Regierungschefs der Westbalkan-Staaten zu einem Gipfel in Wien empfangen. Der Themenfokus lag auf dem gemeinsamen Kampf gegen illegale Migration und den zukünftigen EU-Beitritten.

Nach dem Gipfeltreffen kündigte der österreichische Bundeskanzler an, man würde 1 Million Corona-Impfdosen des Herstellers Astra-Zeneca an die Westbalkan-Staaten liefern. Auch die Gespräche verliefen sehr freundschaftlich. Kurz sprach den Teilnehmern seine vollste Unterstützung aus, insbesondere betreffend des möglichen EU-Beitritts. “Im letzten Jahr hat sich die EU bedauerlicherweise zu wenig mit der EU-Annäherung dieser so wichtigen Nachbarregion beschäftigt”, so Kurz. “Die EU wird erst vollständig sein, wenn alle Staaten des Westbalkans beigetreten sind.” Die Region habe „es verdient“. Stabilität am Balkan hieße auch immer „automatisch mehr Sicherheit in Österreich“ so der Kanzler. Albanien und Nord-Mazedonien sind momentan die aussichtsreichsten Kandidaten. Allerdings werden beide Staaten noch blockiert, jeweils von Bulgarien bzw. der Niederlande.

Auch das Thema der illegalen Migration wurde besprochen. “Gemeinsam bekennen sich die Westbalkan-Staaten auch bei der Konferenz zum gemeinsamen Kampf gegen illegale Migration. Das ist gerade vor dem kommenden Sommer sehr wichtig“, so Kurz. Das Innenministerium verkündete, dass sich im Zuge der Corona-Lockerungen mehr Geflüchtete auf den Weg in die EU machen würden. Aktuell seien 80.000 illegale Migranten in Griechenland und den Westbalkan-Staaten.

Auf Twitter teilte Kurz seine Zufriedenheit mit dem Ausgang des Gipfeltreffens. In mehreren Tweets bedankte er sich bei den Westbalkanstaaten und Griechenland für „den Schutz der Grenzen, den Österreich auch mit Polizistinnen & Polizisten unterstützt“. Den Austausch mit Ana Brnabić nannte er „hervorragend“, Serbien sei der wichtigste Handelspartner aus der Region. Man würde Serbien weiterhin auf dem Weg in die EU zu Seite stehen.

Die vollständige Liste des Treffens lautet:

  • Ministerpräsidentin von Serbien, Ana Brnabic
  • Premierminister von Nordmazedonien, Zoran Zaev
  • der Ministerpräsident von Bosnien-Herzegowina, Zoran Tegeltija, der Premierminister von Montenegro, Zdravko Krivokapic
  • der Regierungschef des Kosovo, Albin Kurti
  • EU-Sonderbeauftragte Miroslav Lajcak
  • Albaniens Infrastrukturministerin Belinda Belluku