Keine Artikel gefunden
Versuche einen anderen Suchbegriff
Umstrukturierung

Hervis verkauft: Mitarbeiter zittern vor Filial-Schließungen

Hervis verkauft: Mitarbeiter zittern vor Filial-Schließungen
FOTO: EPA/ANTONIO BAT
2 Min. Lesezeit |

Nach dem überraschenden Verkauf der Sporthandelskette Hervis durch den Salzburger Konzern Spar stehen die Zeichen auf Veränderung. Die neuen deutschen Eigentümer planen eine strategische Neuausrichtung.

Die Zukunft der Sporthandelskette Hervis bleibt nach dem Eigentümerwechsel vorerst ungewiss. Die neuen deutschen Eigentümer – Snipes-Gründer Sven Voth und Factory-Berlin-Gründer Udo Schloemer – unterziehen das Unternehmen derzeit einer gründlichen Prüfung. Wie der Unternehmenssprecher Michael Slamanig laut ORF mitteilte, läuft aktuell „die Evaluierung des gesamten Unternehmens gemeinsam mit der Geschäftsführung von Hervis“.

Der Verkauf durch den Salzburger Handelskonzern Spar kam für viele überraschend und beendete eine mehr als fünf Jahrzehnte währende Eigentümerschaft. Mit dem Verkauf wechselte Hervis vollständig in deutsche Hände. Immobilienvermögen war beim Verkauf nicht inbegriffen, wie Slamanig betonte: „Hervis besitzt selbst keine Immobilien, die Standorte sind gemietete Objekte.“

⇢ 134 Filialen betroffen: SPAR verkauft Sporthändler Hervis

Auf die Frage, wie viele der Filialstandorte sich im Eigentum von Spar befinden, gab der Konzern keine Auskunft.

Mögliche Filialschließungen

Bereits jetzt zeichnet sich ab, dass wirtschaftlich unrentable Filialen möglicherweise geschlossen werden könnten. „Wir gehen derzeit davon aus, dass die ersten Schritte gegen Ende Februar/Anfang März feststehen und kommuniziert werden können“, erklärte Slamanig zur zeitlichen Planung der anstehenden Maßnahmen.

Neue Ausrichtung

Für die zukünftige Ausrichtung des Unternehmens ist eine Fokussierung auf Sportgeräte, Ausrüstung und den Online-Handel vorgesehen. Preisgünstige Bekleidung und Einstiegsprodukte sollen dagegen an Bedeutung verlieren.

An der Markenidentität wird jedoch festgehalten. „Die Marke Hervis ist gut eingeführt und steht aktuell nicht zur Diskussion“, versicherte der Unternehmenssprecher.

Unabhängiger Journalismus braucht Unterstützung

Guter Journalismus entsteht nicht nebenbei. Gründliche Recherche, sorgfältige Faktenprüfung und eine kritische Einordnung brauchen Zeit, Erfahrung und Ressourcen. Damit wir weiterhin unabhängig berichten können – frei von politischem oder wirtschaftlichem Einfluss – sind wir auf deine Unterstützung angewiesen.

Hilf mit, unabhängigen Journalismus zu sichern.
KO KOSMO-Redaktion
Teilen