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Keine Mehrheit: Österreich stimmte gegen „Ehe für alle“

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Am Donnerstag wurde im österreichischen Parlament die Umfrage über das Recht der gleichgeschlechtlichen Eheschließung durchgeführt. Während die SPÖ zum zweiten Mal gegen ihren Regierungspartner ÖVP stimmte, fiel das Ergebnis der Umfrage negativ aus.

Obwohl sich die Mitglieder der Grünen, NEOS und SPÖ bemühten ihren Antrag durchzubringen, so verfiel der Beifall der restlichen Mitglieder des Parlaments in Stillschweigen. Nur zwei Parteien im Parlament, die Grünen und NEOS, stimmten dem Fristsetzungsantrag zur „Ehe für alle“ endgültig zu. Zu wenig, denn neben der FPÖ und ÖVP stimmte auch das Team Stronach gegen das Recht der gleichgeschlechtlichen Heirat.-

Deutschland als Vorbild

Im Gegensatz zu Österreich stimmte Deutschland der Eheschließung von homosexuellen Paaren zu. SPÖ-Klubobmann Andreas Schieder appellierte diesbezüglich an die ÖVP, um eine Freigabe der Abstimmung zu bewirken. Während im Verfassungsgerichtshof (VfGH) Beschwerden gegen das Eheverbot für Homosexuelle vorliegen, möchte die schwarze Partei ihre jetzige Position bis zur Entscheidung des  VfGH weiterhin nicht ändern.

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Wie die „Presse“ nun berichtet, sei bereits der entsprechende Gesetzesentwurf seitens der ÖVP an die SPÖ geschickt worden.

 

Kurz als Enttäuschung

NEOS-Antragssteller Nikolaus Scherak frustrierte die Abstimmung der ÖVP. Seiner Meinung nach sollte die „alte Politik“ der ÖVP endlich der Vergangenheit angehören. Besonders seit dem Einsatz des neuen Klubobmann Sebastian Kurz erhoffte sich der Politiker frischen Wind in der Partei.

Parteichef Heinz-Christian Strache steht hinter der Entscheidung der FPÖ und sieht das Image der Ehe als gefährdet. Laut Strache würde die „Ehe für alle“ das traditionelle Familienbild durcheinanderbringen. Der Grüne Klubchef Albert Steinhauser unterstellte daraufhin HC Strache Homophobie und betonte, dass Homosexuelle keiner Diskriminierung mehr ausgesetzt werden sollen.

 

 

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