Ein drei Wochen altes Baby stirbt – die Todesursache erschüttert: Crystal Meth im Körper eines Neugeborenen.
Ein drei Wochen alter Säugling ist im US-Bundesstaat Wisconsin an einer Crystal-Meth-Vergiftung gestorben. Die Mutter räumte ein, die Droge noch kurz vor dem Tod des Kindes konsumiert zu haben. Gegen beide Elternteile wurde inzwischen Anklage erhoben – wegen fahrlässiger Tötung ersten Grades sowie chronischer Vernachlässigung eines Kindes mit Todesfolge.
Anfang September müssen sie sich vor Gericht verantworten. Bei einer Verurteilung drohen ihnen Haftstrafen von bis zu 60 Jahren.
Tragischer Einsatz
Als Einsatzkräfte Mitte März die Wohnung der Frau in Trimbelle, Wisconsin, aufsuchten, war für das Neugeborene jede Hilfe zu spät. Das Kind zeigte weder Atemtätigkeit noch einen Puls. Sofort eingeleitete Reanimationsversuche blieben ohne Erfolg.
Wie das US-Magazin „People“ unter Berufung auf lokale Medien berichtete, war die Haut des Jungen zu diesem Zeitpunkt bereits blass und bläulich verfärbt. An Mund und Nase befand sich laut Strafanzeige eine dunkle Substanz. Eine anschließend durchgeführte Obduktion ergab: Das Kind war an einer Crystal-Meth-Vergiftung gestorben.
Mütterliche Aussagen
Im Zuge der Befragung gab die Mutter an, während der gesamten Schwangerschaft Crystal Meth konsumiert zu haben – zuletzt drei Tage vor dem Tod ihres Sohnes. Wie das Rauschmittel in den Körper des Kindes gelangte, konnte sie sich nach eigenen Angaben nicht erklären.
Den Ermittlungen zufolge soll sie nach ihrem Drogenkonsum im Internet nachgeforscht haben, wie lange die Substanz in der Muttermilch nachweisbar bleibt. Zur Ernährung des Säuglings habe sie daraufhin auf eingelagerte Muttermilch zurückgegriffen, die aus einer Zeit stammte, in der sie nach eigenen Angaben „clean“ gewesen sei.