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Fahndung

Mysteriöses Paar: Wer versteckte den toten Säugling im Gebüsch?

Mysteriöses Paar: Wer versteckte den toten Säugling im Gebüsch?
FOTO: LPD Kärnten
2 Min. Lesezeit |

Ein toter Säugling in einer blauen Tasche, ein mysteriöses Paar und keine Spur von den Eltern. Der ungelöste Fall aus Klagenfurt kommt nun ins Fernsehen.

Anfang Juli 2025 nahmen zwei städtische Mitarbeiter am Iriskogel in Klagenfurt einen intensiven Verwesungsgeruch wahr. Bei der Nachschau entdeckten sie unter einem Gebüsch eine blaue Tasche der Marke Jysk mit den sterblichen Überresten eines Neugeborenen. Seither versuchen Ermittler, das Schicksal des Säuglings aufzuklären – bislang ohne Erfolg.

Kurz nach der Entdeckung trat eine Zeugin an die Behörden heran. Sie berichtete, Ende Juni in der Nähe des späteren Fundorts ein junges Paar beobachtet zu haben. Ihren Angaben zufolge könnte die blaue Tasche am 29. Juni zwischen 6.30 und 9.00 Uhr im Park deponiert worden sein. Etwa eine Woche später erfolgte der Fund des toten Kindes.

Aufgrund der Zeugenaussage erstellten die Ermittler Phantombilder, die veröffentlicht wurden. Trotz eingehender Hinweise blieb der erhoffte Durchbruch aus. Wer das gesichtete Paar war, konnte bis heute nicht geklärt werden.

Forensische Erkenntnisse

Die Gerichtsmedizin Innsbruck führte eine DNA-Analyse am Oberschenkel des Babys durch. Anhaltspunkte für eine Entbindung in einer Klinik oder mit Unterstützung einer Hebamme fanden sich nicht. Die Ermittlungen richten sich nicht ausschließlich gegen die Mutter, sondern gegen unbekannte Personen.

Die Staatsanwaltschaft Klagenfurt teilte mit, dass bislang nicht festgestellt werden konnte, ob das Kind lebend oder tot geboren wurde. Daher wird wegen Tötung eines Kindes bei der Geburt und nicht wegen Mordes ermittelt. Für alle Beteiligten gilt die Unschuldsvermutung.

In Österreich besteht für werdende Mütter die Möglichkeit, anonym in Krankenhäusern zu entbinden oder Neugeborene in Babyklappen abzugeben. Weshalb im Klagenfurter Fall diese Optionen nicht genutzt wurden, bleibt unklar.

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Erneute Fahndung

Am 18. Februar greift die Sendung „Fahndung Österreich“ auf Servus TV den ungeklärten Fall erneut auf. In der Live-Übertragung präsentiert Moderator Hans Martin Paar gemeinsam mit den Ermittlern den Fall und bittet die Zuschauer um sachdienliche Hinweise. Die Sendung widmet sich regelmäßig ungelösten Kriminalfällen und gewährt Einblicke in die polizeiliche Ermittlungsarbeit.

Die Behörden hoffen, dass die erneute mediale Aufmerksamkeit die stockenden Ermittlungen im Fall des toten Jungen voranbringt.

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KO KOSMO-Redaktion
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