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Übernahmegerüchte

Nach Aktieneinsturz – Wird die Sportmarke Puma bald chinesisch?

Nach Aktieneinsturz – Wird die Sportmarke Puma bald chinesisch?
Foto: iStock
2 Min. Lesezeit |

Der kriselnde Sportartikelhersteller Puma weckt Begehrlichkeiten: Mit einem Aktienkurs nahe dem 10-Jahres-Tief prüft der chinesische Konzern Anta Sports eine mögliche Übernahme.

Der niedrige Börsenkurs des deutschen Sportartikelherstellers Puma lockt potenzielle Käufer an. Laut Bloomberg erwägt der chinesische Konzern Anta Sports gemeinsam mit Investorenpartnern eine Übernahme des traditionsreichen Unternehmens aus Herzogenaurach in Bayern. Diese Nachricht stieß nicht überall auf Zustimmung und blieb vom Unternehmen selbst unkommentiert. Einzig der Hauptaktionär Artemis signalisierte unter Vorbehalt eines angemessenen Angebots mögliches Interesse.

Die Puma-Aktie hatte am Mittwoch mit 17 Euro nahezu ihren tiefsten Stand seit einem Jahrzehnt erreicht – weit entfernt vom Höchstwert von 115 Euro aus dem Jahr 2021. Die Aussicht auf eine mögliche Übernahme durch den Eigentümer bekannter Marken wie Jack Wolfskin, Salomon, Fila und Atomic löste bei Anlegern Begeisterung aus. Am Donnerstag verzeichnete die Puma-Aktie einen Kurssprung von 15 Prozent.

Der Sportartikelhersteller durchlebt seit längerem schwierige Zeiten. Eine Kombination aus zurückhaltender Konsumstimmung, verschärftem Wettbewerbsdruck und US-Importzöllen belastet das Unternehmen erheblich. In den ersten drei Quartalen des laufenden Geschäftsjahres summierte sich der Verlust auf 257 Millionen Euro. Der Umsatz ging im Vergleichszeitraum um 8,5 Prozent auf 5,97 Milliarden Euro zurück.

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Neue Führung

Erst kürzlich übernahm der ehemalige Adidas-Manager Arthur Hoeld die Führung des Unternehmens. Nach 25 Jahren beim fränkischen Konkurrenten will er Puma wieder fest als Nummer drei der Branche hinter Nike und Adidas etablieren. Zur Umsetzung dieses Ziels sollen weltweit 1.400 der insgesamt 22.200 Arbeitsplätze gestrichen werden. Ein bereits laufendes Programm zum Abbau von 500 Stellen wird im kommenden Jahr um weitere 900 Stellenstreichungen ergänzt.

Hoeld plant mit seinem neu formierten Vorstandsteam eine grundlegende Überprüfung des gesamten Produktportfolios. Zwar sollen keine kompletten Sportbereiche wie Golf oder Motorsport aufgegeben, jedoch umfassend reorganisiert werden.

Strategische Ausrichtung

Die strategische Ausrichtung konzentriert sich künftig auf die Kernbereiche Fußball, Laufen, Fitness und Lifestyle – wobei der Trendsport Hyrox (Fitness-Wettkampfserie) als wichtiger Wachstumstreiber identifiziert wurde. Besondere Bedeutung misst das Unternehmen der Fußball-Weltmeisterschaft 2026 in Nordamerika bei. Puma wird sieben teilnehmende Mannschaften ausstatten, darunter auch das österreichische Nationalteam.

Hoeld betrachtet 2026 als Übergangsjahr und visiert für 2027 eine Rückkehr zu deutlichem Wachstum an.

Unabhängig davon, wer dann die Eigentümerstruktur bestimmt.

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KO KOSMO-Redaktion
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