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Kritik

Nächste Panne: Wasserschaden im Louvre beschädigt hunderte historische Schätze

Nächste Panne: Wasserschaden im Louvre beschädigt hunderte historische Schätze
FOTO: EPA/TERESA SUAREZ
2 Min. Lesezeit |

Nach dem spektakulären Kronjuwelen-Diebstahl im Oktober trifft ein neues Unglück den Louvre: Ein defektes Ventil setzt hunderte historische Ägyptologie-Dokumente unter Wasser.

Im Louvre-Museum in Paris sind mehrere hundert wertvolle Druckwerke von einem Wasserschaden betroffen. Wie der stellvertretende Verwaltungschef Francis Steinbock am Sonntag mitteilte, wurden zwischen 300 und 400 Werke aus der Bibliothek für ägyptisches Altertum in Mitleidenschaft gezogen. Bei den beschädigten Materialien handelt es sich um wissenschaftliche Dokumentationen sowie Ägyptologie-Zeitschriften aus dem 19. und frühen 20. Jahrhundert, die von Forschern regelmäßig konsultiert werden. Steinbock betonte jedoch, dass die Dokumente nicht unwiederbringlich verloren seien: „Sie werden trocknen, wir werden sie zum Buchbinder schicken und wieder ins Regal stellen.“

Der Wasserschaden wurde nach Angaben des Museums Ende November entdeckt. Ausgelöst wurde er durch ein versehentlich geöffnetes Ventil im hydraulischen Heiz- und Belüftungssystem der Ägyptologie-Bibliothek.

Sicherheitsprobleme

Der Vorfall reiht sich in eine Serie von Problemen ein, mit denen das weltberühmte Museum konfrontiert ist. Erst Mitte Oktober sorgte ein spektakulärer Diebstahl für Aufsehen, als Einbrecher am helllichten Tag über einen Lastenaufzug und ein Fenster ins Museum gelangten und Teile der französischen Kronjuwelen entwendeten. Die Museumsleitung steht seither verstärkt unter Druck, bekannte Sicherheitslücken zu beheben.

Geplante Maßnahmen

Museumsdirektorin Laurence des Cars kündigte inzwischen Maßnahmen an: Eine mobile Polizeiwache soll im Louvre eingerichtet werden, zudem ist die Installation von 100 zusätzlichen Überwachungskameras bis Jännerende geplant. Das Museum stand bereits zuvor wegen baulicher Mängel und Überfüllung in der Kritik. In den vergangenen Jahren kam es wiederholt zu Wasserschäden, die teilweise zur Schließung von Ausstellungsräumen und zur Verlegung von Sonderausstellungen führten.

Das Museum stand bereits zuvor wegen baulicher Mängel und Überfüllung in der Kritik.