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Gesundheitsgefahr

Resistenter Killer-Pilz erreicht Österreich – Jeder zweite Infizierte stirbt

Resistenter Killer-Pilz erreicht Österreich – Jeder zweite Infizierte stirbt
FOTO: iStock/TopMicrobialStock
2 Min. Lesezeit |

Ein gefährlicher Pilz breitet sich aus und macht auch vor Österreich nicht halt. Candidozyma auris trotzt gängigen Medikamenten und kann für bestimmte Risikogruppen tödlich enden.

Der als hochgradig ansteckend und therapieresistent eingestufte Pilz Candidozyma auris hat seinen Weg nach Europa und auch nach Österreich gefunden. Besonders besorgniserregend ist die Tatsache, dass zahlreiche herkömmliche Antimykotika (pilzbekämpfende Medikamente) bei diesem Erreger wirkungslos bleiben. Grundsätzlich sind Pilze ein natürlicher Bestandteil unserer Umgebung und kommen regelmäßig auf und in unserem Körper vor.

Kritisch wird es nur bei bestimmten Arten wie einigen Hautpilzen, Hefen oder Schimmelpilzen. Der 2019 in Japan erstmals identifizierte Candidozyma auris verbreitet sich jedoch mit alarmierender Geschwindigkeit und kann tödliche Folgen haben. Das Europäische Zentrum für die Prävention und die Kontrolle von Krankheiten (ECDC) verzeichnet die meisten europäischen Infektionsfälle in Spanien, Griechenland, Italien und Rumänien.

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Übertragungswege

Die Übertragung dieses Hefepilzes erfolgt durch direkten Kontakt zwischen Menschen, wobei er auf Oberflächen außergewöhnlich lange überleben kann und sich dort hartnäckig festsetzt. „Der wichtigste Übertragungsweg sind Geräte, die schlecht desinfizierbar sind und die an mehreren Patienten eingesetzt werden“, erläutert Oliver Kurzai, Leiter des Instituts für Hygiene und Mikrobiologie an der Julius-Maximilians-Universität Würzburg, in einem Presse-Briefing.

Menschen mit geschwächtem Immunsystem müssen besonders vorsichtig sein. Der Pilz siedelt sich zunächst auf der Haut an. Gefährlich wird es, wenn das Immunsystem beeinträchtigt ist – dann kann der Erreger in den Organismus eindringen, die Blutbahn infizieren und eine Sepsis (Blutvergiftung) verursachen. Etwa die Hälfte der Patienten überlebt einen solchen Krankheitsverlauf nicht.

Gefährdete Gruppen

Zu den Risikogruppen zählen Personen nach operativen Eingriffen, ältere Menschen, Frühgeborene und bereits erkrankte Individuen. „Das sind immungeschwächte Patienten, die eine Krebserkrankung haben, die frisch operiert sind, die chronisch krank sind, zum Beispiel eine Nierendialyse benötigen“, erklärte Georg-Christian Zinn, Direktor des Hygienezentrums Bioscientia, bei RTL.

Als wichtigste Präventionsmaßnahme gilt konsequente Handhygiene. Allerdings ist zu beachten, dass nicht jedes Desinfektionsmittel gegen diesen Pilz wirksam ist.

Besonders alkoholbasierte Produkte haben sich als effektiv erwiesen.

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KO KOSMO-Redaktion
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