Wien baut anders: Holz statt Beton, Klimaschutz statt Kompromiss – und das mitten in Donaustadt.
Ort des Geschehens
Am 5. Oktober 2026 fiel am Steinspornweg 33 in Wien-Donaustadt der Startschuss für das 1. Wiener WohnBAUMprogramm. Der gemeinnützige Bauträger MIGRA setzt damit ein Vorhaben um, das die Stadt Wien bereits 2021 ins Leben gerufen hat: die Errichtung von rund 1.200 Wohnungen in ökologischer Holzbauweise.
Leistbarer Holzbau
Das Projekt verbindet klimafreundliches Bauen mit dem Anspruch auf leistbaren Wohnraum. Bis zum zweiten Quartal 2028 sollen die Einheiten in drei Bauphasen fertiggestellt werden. Das Teilprojekt „Hertha am Wasser“ umfasst 15 geförderte Wohnungen, verteilt auf fünf Einzelhäuser und vier Gemeinschaftshäuser, mit privaten Freiflächen und Versorgung durch erneuerbare Energien.
Dem Vorhaben liegt die Absicht zugrunde, ökologische Verantwortung mit architektonischer Qualität zu verbinden. Die Holz- und Holz-Hybridbauweise soll die Klimaresilienz des Wohnbaus stärken, ergänzt durch innovative Energiekonzepte. Wohnbaustadträtin Elke Hanel-Torsch kommentierte das Projekt mit den Worten: „Wien beweist mit dem Wiener WohnBAUMprogramm Weitsicht!“
Eine Studie der TU Wien ermittelte für Holz- und Holzhybridbauweisen im mehrgeschossigen Wohnbau gegenüber funktionell gleichwertigen Gebäuden in konventioneller Stahlbetonbauweise ein durchschnittliches Einsparpotenzial von 204 Kilogramm CO₂-Äquivalenten je Quadratmeter Bruttogeschossfläche. In der Herstellungsphase konnten dadurch bis zu 50 Prozent der Emissionen vermieden werden.
Stimmen zum Projekt
MIGRA-Geschäftsführer Alfred Petritz und Smajo Pasalic unterstrichen die Ausrichtung des Vorhabens mit dem Satz: „Leistbarer Wiener Wohnbau trifft Holzbau in Vorfertigung und Klimaschutz.“ Gregor Puscher, Geschäftsführer des wohnfonds_wien, verwies auf die besondere Funktion des zugrundeliegenden Wettbewerbsformats: „Der Laborcharakter ist ein wesentliches Merkmal des Bauträgerwettbewerbs.“