„Schindluder mit Beweisen in Den Haag betrieben, um Serben alles anzulasten“

VERSCHWÖRUNGSTHEORIE

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„Schindluder mit Beweisen in Den Haag betrieben, um Serben alles anzulasten“

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(FOTOS: Novosti.rs)

Ein serbischer Gutachter behauptete im Interview für „Novosti“ Beweise dafür zu haben, dass es bei Prozessen des Kriegsverbrechertribunals in Den Haag zu schweren Unregelmäßigkeiten hinsichtlich der Beweismittel gekommen sei.

„Im Haager Tribunal wurden systematisch schlechte Kopien der Tatortfotos in Schwarz-Weiß erstellt, um gewisse Details zu verschleiern. Solche Beweismittel wurden den Verteidigern der serbischen Angeklagten zugesandt. Diese Fotos waren für jegliche Analyse bzw. Verwendung in der Verteidigung komplett unbrauchbar. Die Kopien waren viel zu verschwommen und dunkel, um Argumente gegen die Anschuldigungen vorzubringen“, erklärte Mile Poparić.

Der Gutachter habe mehreren Verhandlungen in Den Haag beigewohnt und ist überzeugt, dass es mehrfach zu Verwendung von Beweismittel mit absichtlich verschlechterter Qualität kam. Poparić verurteilt Fotos und Videos in Schwarz-Weiß, da diese der in der heutigen Zeit überhaupt nicht mehr zeitgemäß seien. Ebenso hätte die Anklage alle Beweise im Original, d.h. in Farbe, besessen. Der Experte ist davon überzeugt, dass dies mit Absicht durchgeführt wurde, um serbischen Angeklagten die Verteidigung zu erschweren bzw. gar unmöglich zu machen.

„Rekonstruktion des Tathergangs unmöglich“
„General Dragomir Milošević wurde verurteilt, da am 14. Mai 1994 in seine Sarajevoer Wohnung ein Mädchen erschossen wurde. Seine Anwälte konnten dies nicht widerlegen, da vonseiten der Anklage ein Foto des Fensters vorgelegt wurde, durch welches die Kugel ging. Dieses Bild war jedoch komplett schwarz. Auf einem Farbbild hätte man gesehen, dass das Fenster über gar kein Glas verfügte, sondern nur mit einer Nylonfolie abgedeckt war. Ebenso habe die Polizei den Einschusswinkel der Kugel nicht berechnet. Wäre das geschehen, so hätte man beweisen können, dass der Schuss nicht von der serbischen Seite aus abgegeben wurde. Ohne das Originalbild hatte die Verteidigung jedoch keine Chance nachzuweisen, dass die Anschuldigungen nicht der Wahrheit entsprechen“, so der Gutachter.

Ein weiteres Beispiel für die Fälschung von Beweisen sei der Angriff auf eine Straßenbahn vom 27. Februar 1995, bei welchem zahlreiche Menschen verletzt wurden. Für diese Tat wurden General Milošević, Radovan Karadžić und Ratko Mladić verurteilt. Die schlechte Qualität der Beweisfotos hätte es unmöglich gemacht, zu beweisen, ob die Einschusslöcher von ein und demselben Angriff stammen, bzw. aus welchem Winkel die Straßenbahn getroffen wurde. Eine genaue Rekontruktion des Tathergangs sei somit unmöglich, zeigt sich Poparić überzeugt.

Videos im TV in guter Qualität
Im Interview behauptete der Gutachter weiters, dass sich die Unregelmäßigkeiten jedoch nicht nur auf Fotografien beschränkten. Auch die Qualität von Videomaterial sei absichtlich verschlechtert worden. Vor allem in den Prozessen rund um die Markale-Massaker, bei welchen zahlreiche Zivilisten durch Angriffe mit Mörsergranaten ums Leben kamen. Die Aufschlagspunkte der Mörsergranaten sind heute mit Rosen von Sarajevo markiert.

„Das gesamte Videomaterial wurde der Verteidigung in extrem schlechter Auflösung zugesandt. Kurz darauf wurden ein und dieselben Aufnahmen in hoher Qualität im Fernsehen ausgestrahlt. Man kann daher mit Recht annehmen, dass die schlechten Aufnahmen in Den Haag mit Absicht benutzt wurden, um die Anklage noch mehr zu untermauern“, so der Experte, der auch eindeutige Hinweise dafür gefunden haben möchte, dass Beweismittel nicht nur verfälscht sondern auch komplett vernichtet wurden.

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