Mit einer Schneeschaufel soll eine Frau auf eine FPÖ-Bundespolitikerin eingeschlagen haben. Der Vorfall vor dem Haus eines Polizeibeamten endet mit schweren Verletzungen.
Am Donnerstagnachmittag kam es vor einem Einfamilienhaus zu einem gewaltsamen Zwischenfall, bei dem eine Bundespolitikerin der FPÖ schwere Verletzungen davontrug. Nach Angaben der „Kronen Zeitung“ befindet sich die Politikerin derzeit in ärztlicher Behandlung. Sie erlitt nach eigenen Angaben eine Gehirnerschütterung, beidseitige Thoraxprellungen sowie Verletzungen im Gesichtsbereich, darunter eine Prellung des Unterkiefers und eine Rissquetschwunde an der Lippe.
Den vorliegenden Informationen zufolge wollte die Politikerin einem dort wohnhaften hochrangigen Polizeibeamten persönliche Gegenstände zurückgeben. Statt des Beamten traf sie jedoch auf eine Angehörige des Mannes. Im Verlauf einer Auseinandersetzung soll diese Frau zu einer Schneeschaufel gegriffen und mehrfach auf die Politikerin eingeschlagen haben.
Eifersucht als Motiv
Der Anwalt der FPÖ-Politikerin erklärte gegenüber der „Krone“, dass die Beschuldigte auch mehrfach auf das Fahrzeug seiner Mandantin eingeschlagen habe. Als mögliches Motiv wird Eifersucht vermutet, da zwischen der Politikerin und dem Polizeibeamten offenbar ein Naheverhältnis bestanden haben soll.
Die beschuldigte Angehörige des Beamten stellt den Vorfall anders dar. Ihrer Version nach habe die Politikerin vorgehabt, bei dem Beamten einzuziehen. Der Rechtsbeistand der freiheitlichen Politikerin schildert den weiteren Verlauf so, dass seine Mandantin sich in ihr Fahrzeug retten und vom Tatort entfernen konnte, bevor sie kurzzeitig das Bewusstsein verlor.
Polizeiliche Ermittlungen
Die Polizei hat Ermittlungen wegen Körperverletzung gegen die Angehörige des Beamten aufgenommen. Die verletzte FPÖ-Politikerin fordert Schadenersatz. Auch die Angehörige des Polizeibeamten soll ihrerseits Anzeige erstattet haben.
Die genauen Umstände des Vorfalls sind Gegenstand polizeilicher Ermittlungen. Für beide Frauen gilt die Unschuldsvermutung.