Zu schnell, zur falschen Zeit, am falschen Ort: Georg Dornauer erlebt auf der Westautobahn eine Begegnung mit der Polizei, die Folgen hat.
Auf der Westautobahn hat am Donnerstagvormittag ein deutlich zu schnell fahrender Mercedes die Aufmerksamkeit der Autobahnpolizei Seewalchen auf sich gezogen – hinter dem Steuer saß Georg Dornauer, langjähriger Tiroler SPÖ-Vorsitzender und mittlerweile parteiloser Abgeordneter. Wie die „Krone“ berichtet, registrierten die Beamten gegen 10.40 Uhr auf der A1 im Gemeindegebiet von Tiefgraben in Oberösterreich das Fahrzeug in Richtung Salzburg.
In einer aus Sicherheitsgründen neu eingerichteten 100-km/h-Zone führten sie eine Lasermessung durch, die nach Abzug der Messtoleranz eine Geschwindigkeit von exakt 152 km/h ergab. Damit überschritt der Fahrer das zulässige Limit um mehr als 50 km/h – ein Wert, der nach österreichischem Recht den sofortigen Führerscheinentzug nach sich zieht.
Rechtliche Konsequenzen
Bei der anschließenden Anhaltung stellte sich heraus, dass am Steuer der Limousine Dornauer saß. Für den umstrittenen Politiker hat der Vorfall nun konkrete rechtliche Folgen: Neben der Abnahme des Führerscheins hat er mit einer empfindlichen Geldstrafe zu rechnen.
Dornauer ist in der österreichischen Innenpolitik vor allem als streitbarer Querdenker innerhalb der Sozialdemokratie bekannt geworden. Seine Beziehung zur SPÖ war über weite Strecken von Spannungen geprägt, seine politische Laufbahn verlief alles andere als geradlinig.
Dornauers Reaktion
Gegenüber der „Krone“ äußerte sich Dornauer zu dem Vorfall folgendermaßen: „Ich bin auf die Autobahn aufgefahren, hatte ein Überholmanöver und habe dabei offensichtlich die 100-km/h-Beschränkung übersehen. Das tut mir leid. Es war keine gefährliche Situation. Mit den Konsequenzen werde ich die nächsten zwei Wochen leben müssen.“