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Insolvenz

Teleshopping-Imperium kollabiert – Investoren springen ab

Teleshopping-Imperium kollabiert – Investoren springen ab
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45 Millionen Euro Schulden, 160 Jobs in der Luft – beim Kult-Teleshopping-Sender spitzt sich die Lage dramatisch zu.

Die Rettung von Mediashop ist endgültig gescheitert: Das Unternehmen, das vor allem durch seine Dauerwerbesendungen für Haushaltsprodukte bekannt ist, muss nun den Weg in ein reguläres Konkursverfahren antreten. Rund 45 Millionen Euro Schulden lasten auf dem Konzern – ein Sanierungsplan, der eine Gläubigerquote von 20 Prozent vorsah, sollte ursprünglich den Fortbestand sichern.

Seit der österreichische Ableger Insolvenz anmelden musste, bangt die Belegschaft um ihre Zukunft: 160 Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter sind betroffen. Die tiefe finanzielle Schieflage des Konzerns war vor genau zwei Wochen öffentlich geworden. Der Umsatz der Mediashop GmbH war in der Bilanz 2022/2023 von 180,8 Millionen Euro auf 138,1 Millionen Euro eingebrochen – ein Rückgang um mehr als 20 Prozent.

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Sanierungsplan gescheitert

Den Angaben der Rechtsvertreter der Mediashop GmbH zufolge wurden gemeinsam mit dem Insolvenzverwalter weitreichende Restrukturierungsmaßnahmen in Angriff genommen. Zwar hätten die Stakeholder zunächst positive Signale gesendet, doch seien die erforderlichen finanziellen Beiträge weder rechtzeitig noch in ausreichender Höhe eingegangen. Der Antrag auf Abschluss eines Sanierungsplanes wurde daraufhin offiziell zurückgezogen.

Das Verfahren läuft ab sofort als Konkursverfahren weiter. Der Insolvenzverwalter hat die Verwertungsschritte eingeleitet, mit dem Ziel, das Unternehmen oder die noch vorhandenen Vermögenswerte zu bestmöglichen Konditionen zu veräußern. Einem bereits laufenden Investorenprozess zufolge sollen erste Interessenten für den Konzern vorhanden sein.

Weitreichende Folgen

Die Krise erfasst offenbar das gesamte Firmengeflecht. Nach Angaben des Alpenländischen Kreditorenverbandes (AKV, Gläubigerschutzverband) war bereits zu Beginn des Verfahrens erkennbar, dass auch wesentliche Vertriebsgesellschaften von einer Insolvenz bedroht sind.

In absehbarer Zeit ist damit zu rechnen, dass weitere Verfahren eröffnet werden – betroffen sein könnten sowohl die Muttergesellschaft als auch verschiedene Tochtergesellschaften.