Ein ausländischer Hinweis brachte die Ermittler auf seine Spur. Der 18-jährige Obersteirer soll Bombenanleitungen studiert und Anschläge geplant haben.
Ein 18-jähriger Obersteirer wurde am Wochenende von den Behörden festgenommen. Ihm wird vorgeworfen, konkrete Anschlagspläne entwickelt zu haben. Die Ermittlungen wurden durch einen ausländischen Hinweis ausgelöst, woraufhin das Landesamt für Staatsschutz und Extremismusbekämpfung (LSE) die Untersuchungen aufnahm.
Nach bisherigen Erkenntnissen hatte sich der junge Mann im Internet intensiv mit Anleitungen zum Bombenbau sowie mit verschiedenen Anschlagsszenarien gegen westliche Gesellschaften beschäftigt. Der Verdächtige, ein in der Steiermark geborener österreichischer Staatsbürger mit mazedonischem Migrationshintergrund aus dem steirischen Bezirk Bruck-Mürzzuschlag, steht im Verdacht, Verbindungen zu einer ausländischen islamistischen Terrororganisation zu unterhalten.
Festnahme und Gewahrsam
Die Staatsanwaltschaft Leoben reagierte auf den Verdacht mit einem sofortigen Festnahmebefehl. Beamte des Staatsschutzes nahmen den 18-Jährigen schließlich am Sonntag bei seiner Wiedereinreise nach Österreich fest.
Bei seiner Befragung wies der Verdächtige die Vorwürfe bezüglich konkreter Anschlagspläne zurück. Auf Anordnung der Staatsanwaltschaft wurde er in die Justizanstalt Leoben überstellt, wo er vorerst in Gewahrsam bleibt.
Ein formeller Antrag auf Untersuchungshaft liegt den zuständigen Behörden bereits vor.
Zunehmende Radikalisierung unter Jugendlichen
Die Behörden haben bislang keine detaillierten Informationen zu den konkreten Verbindungen des Verdächtigen mit der islamistischen Terrororganisation veröffentlicht. Die Ermittlungen zu seinen Kontakten und möglichen Mittätern laufen weiter, während der Verdächtige sich mittlerweile in Untersuchungshaft befindet.
Der aktuelle Fall ist nicht der einzige seiner Art in den vergangenen Monaten. Im Juli 2025 wurde ein 15-jähriger Wiener wegen konkreter Anschlagspläne und Kontakten zu einer IS-Kontaktperson zu einer teilbedingten Haftstrafe verurteilt.
⇢ Terror-Prozess: 15-Jähriger plante Messer-Massaker am Westbahnhof
Die österreichischen Sicherheitsbehörden beobachten mit Sorge eine anhaltende Gefahr durch online vermittelte Radikalisierung unter Jugendlichen und betonen die Wichtigkeit internationaler Zusammenarbeit bei der Früherkennung potenzieller Gefährder.
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