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Bergtragödie

Touristin fällt in Vulkan und stirbt!

Touristin fällt in Vulkan und stirbt!
FOTO: Instagram/@julianamarins
4 Min. Lesezeit |

Tage voller Angst und Hoffnung endeten mit der traurigen Gewissheit: Juliana Marins (26) ist tot. Die junge Brasilianerin stürzte am Wochenende beim Wandern in eine steile Felswand des indonesischen Vulkans Mount Rinjani und blieb tagelang vermisst. Als Rettungskräfte am Dienstag (24. Juni) endlich die Unglücksstelle erreichten, kam jede Hilfe zu spät.

Der Unfall ereignete sich am Samstag, als Juliana mit einer kleinen Gruppe den rund 3.700 Meter hohen Vulkan bestieg. In Gipfelnähe bat sie um eine kurze Rast, doch der örtliche Bergführer setzte den Weg ohne sie fort, wie ihre Schwester Marianna später dem brasilianischen Sender Fantastico berichtete. Bei seiner Rückkehr war Juliana verschwunden. Sie war etwa 500 Meter tief über eine Klippe gestürzt.

Der Guide erklärte später gegenüber der Jakarta Globe: „Juliana ist an einer engen Stelle des Pfades ausgerutscht und verlor das Gleichgewicht, bevor sie in die Schlucht stürzte.“ Gede A. Mastika, Leiter der indonesischen Such- und Rettungsbehörde, ergänzte: „Juliana war nach dem Sturz zunächst noch von der Klippe aus zu sehen, aber wir verloren den Sichtkontakt, als der Nebel aufzog.“

Schwierige Rettungsaktion

Muhammad Hariyadi, Chef der lokalen Rettungskräfte, präzisierte später, dass die Verunglückte nicht in den Vulkankrater gefallen sei, sondern an einer schwer zugänglichen Felswand hängen geblieben war. Die weiche Vulkanerde erschwerte zusätzlich den Einsatz mit Seilen. Rund 50 Personen beteiligten sich an der Rettungsaktion.

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Die indonesischen Behörden betonten, dass die Rettungsarbeiten durch extrem schwieriges Gelände, weiche Vulkanerde und dichten Nebel massiv erschwert wurden. Trotz des Einsatzes von Drohnen und Helikoptern konnte die Verunglückte erst nach vier Tagen geborgen werden, da die schlechten Sichtverhältnisse und das steile Terrain ein rasches Vordringen verhinderten.

In sozialen Netzwerken schilderte Julianas Familie das Drama und erhob schwere Vorwürfe: Man fühle sich alleingelassen. „Ein ganzer Tag – und sie kommen nur 250 Meter voran. Dann ziehen sie sich zurück“, hieß es in einem emotionalen Instagram-Post. Die Angehörigen organisierten eigene Suchaktionen und forderten internationale Unterstützung.

Am 24. Juni gelang es einem Rettungsteam schließlich, die Absturzstelle zu erreichen – doch für Juliana kam jede Hilfe zu spät. Noch am selben Tag erschien ein Statement auf Instagram, das offenbar aus dem Familienkreis stammte: „Heute hat das Rettungsteam Juliana Marins erreicht. Mit großer Traurigkeit teilen wir mit, dass sie nicht überlebt hat.“

Julianas Lebensweg

Die junge Frau aus Niterói bei Rio de Janeiro arbeitete in der Kommunikationsbranche, war sportlich aktiv und begeisterte Reisende. Allein hatte sie Südostasien erkundet – mit Stationen in Vietnam, Thailand und auf den Philippinen. Die Besteigung des Mount Rinjani war ihr großer Traum.

Auf Instagram teilte sie ihre Leidenschaft für Fitness, Pole Dance und ihre Lebensfreude. Ihr Schicksal bewegt mittlerweile Menschen weltweit.

Die indonesische Polizei hat Ermittlungen aufgenommen. Medien wie BBC und The Independent berichten über die Aussagen der Familie, wonach der Bergführer Juliana nicht allein hätte zurücklassen dürfen. Ob es Konsequenzen geben wird, ist noch unklar. Die Behörden sprechen bislang von einem tragischen Unfall.

Kein Einzelfall am Mount Rinjani

Der tragische Tod von Juliana Marins reiht sich in eine Serie von Unfällen am Mount Rinjani ein. Erst im vergangenen Monat verunglückte eine malaysische Touristin tödlich, nachdem sie ebenfalls beim Wandern von einer Klippe stürzte. Lokale Medien dokumentieren mehrere Todesfälle bei Besteigungen des Vulkans in den letzten Jahren, was die erheblichen Risiken und Herausforderungen für Wanderer auf dieser bei Touristen beliebten Route unterstreicht.

Die brasilianische Regierung bestätigte offiziell den Fund ihres leblosen Körpers am Mount Rinjani. Laut einer von Reuters zitierten Mitteilung des brasilianischen Außenministeriums heißt es: „Eine brasilianische Frau, die von einer Klippe gestürzt war, wurde am Dienstag tot aufgefunden.“

„Nach vier Tagen Arbeit, die durch widrige Wetter-, Gelände- und Sichtverhältnisse in der Region behindert wurde, fanden Teams der indonesischen Such- und Rettungsagentur den Leichnam der brasilianischen Touristin“, erklärte die Regierung.

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KO KOSMO-Redaktion
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