Eine psychische Erkrankung mit fatalen Folgen: Eine 29-Jährige tötete ihren Sohn im Wahn. Nur einen Tag zuvor war sie trotz Klinikbesuchs nach Hause entlassen worden.
Nach Einschätzung der psychiatrischen Gutachterin Sigrun Rossmanith leidet die 29-jährige Frau an einer akuten polymorph psychotischen Störung mit schizophrenen Symptomen. Aufgrund dieser Diagnose beantragte die Staatsanwaltschaft ihre unbefristete Unterbringung in einem forensisch-therapeutischen Zentrum (spezialisierte Einrichtung für psychisch kranke Straftäter). Das im Ermittlungsverfahren eingeholte Gutachten bestätigt, dass bei der Frau zum Tatzeitpunkt Zurechnungsunfähigkeit vorlag, was einen Schuldausschließungsgrund darstellt.
Tragische Vorgeschichte
Am Vortag des tragischen Vorfalls hatte der Ehemann seine Frau wegen ihres besorgniserregenden psychischen Zustands in ein Wiener Krankenhaus gebracht. Trotz einer Untersuchung wurde ihr akut psychotischer Zustand offenbar nicht erkannt, weshalb man sie wieder nach Hause entließ.
⇢ Kehle durchgeschnitten: Psychisch kranke Mutter vor Gericht
Der Vater legte sich abends neben seinem vierjährigen Sohn schlafen. Als er am nächsten Morgen erwachte, griff die Mutter gerade mit einem Messer den Jungen an.
Für das Kind kam jede Hilfe zu spät.