Ein scheinbar harmloser Brief eines vegan lebenden Paares an ihre Nachbarn, in dem sie darum bitten, das Fenster beim Kochen von Fleisch zu schließen, hat eine weltweite Diskussion entfacht. Der Konflikt begann, als die Facebook-Seite „Hey Perth“ die handgeschriebene Nachricht veröffentlichte, in der die Veganer ihre Nachbarn aufforderten, ihr Anliegen ernst zu nehmen und betonten, dass es für sie von großer Bedeutung sei.
In dem Brief, der von „Sara, Wayne und den Kindern“ unterzeichnet ist, heißt es: „Liebe Nachbarn, könnten Sie bitte das seitliche Fenster schließen, während Sie Fleisch kochen? Meine Familie ist vegan (wir essen nur pflanzliche Nahrung) und der Geruch des Fleisches, das Sie zubereiten, beunruhigt uns und verursacht Übelkeit. Wir schätzen Ihr Verständnis.“
Kaum im Internet veröffentlicht, löste der Brief hitzige Reaktionen aus. Die Forderung der Veganer brachte viele auf die Palme, wobei zahlreiche Facebook-Nutzer behaupteten, sie würden ihren veganen Nachbarn bewusst eins auswischen wollen. So kommentierten sie beispielsweise: „Ich würde im Garten grillen und alle meine Freunde einladen“, „Wohin sind wir gekommen? Die Menschen können in ihrer eigenen Küche nicht mehr das zubereiten, was sie wollen?“
Doch nicht alle Reaktionen fielen negativ aus. Einige zeigten Verständnis für die Wünsche der Nachbarn und wären bereit, ihnen entgegenzukommen. Ein Kommentar lautet: „Wenn es nur um das seitliche Fenster geht, ist das in Ordnung. Aber wenn ich im Garten grillen würde, würde ich ihnen sagen, ihre Fenster zu schließen.“
Die öffentliche Debatte, die durch diesen Vorfall ausgelöst wurde, zeigt einmal mehr, wie unterschiedlich die Ansichten zum Thema Ernährung und Lebensstil sein können. Die Frage, die sich dabei stellt, ist: Wie weit sollte Rücksichtnahme auf die Bedürfnisse und Vorlieben anderer gehen?