Eine junge Wissenschaftlerin stirbt, Hunderte werden isoliert – und die Welt schaut nach Sibirien.
In der sibirischen Stadt Schelechow ist eine 28-jährige Mitarbeiterin eines Forschungsinstituts unter ungeklärten Umständen gestorben. Offiziell wird der Todesfall als „Lungenentzündung unbekannter Herkunft“ eingestuft, doch international wächst die Besorgnis, dass die Pest als Ursache in Frage kommen könnte.
Russlands Reaktion
Die russische Gesundheitsaufsichtsbehörde Rospotrebnadsor teilte mit, in den biologischen Proben der Verstorbenen seien keine pestbezogenen Mikroorganismen nachgewiesen worden. Kremlsprecher Dmitri Peskow mahnte, sich auf die offiziellen Stellen zu verlassen: „Auf die offiziellen Erklärungen der russischen Verbraucher- und Gesundheitsaufsichtsbehörde Rospotrebnadsor stützen, anstatt auf (…) Gerüchte und Spekulationen.“ Als Vorsichtsmaßnahme wurden rund 200 Kontaktpersonen unter Quarantäne gestellt und drei Krankenhäuser im nahe gelegenen Irkutsk abgeriegelt.
Auch aus Washington meldeten sich ranghohe Vertreter zu Wort. US-Präsident Donald Trump signalisierte Hilfsbereitschaft: „Wir werden ihnen helfen – wir werden ihnen so gut wie möglich helfen.“ US-Außenminister Marco Rubio gab sich zurückhaltend, schloss jedoch eine ernstere Entwicklung nicht aus: „Wir beobachten die Lage also genau.“
Ein in der Nähe des Instituts gelegenes Aluminiumwerk reagierte ebenfalls auf die Unsicherheit und wies seine Belegschaft an, vorsorglich Masken zu tragen. Fabrikleiter Artem Fominikh beruhigte: „Derzeit zeigen sie keine Anzeichen der Erkrankung, und ihre Laborergebnisse sind negativ.“