Keine Artikel gefunden
Versuche einen anderen Suchbegriff
Schwer verletzt

Versuchte Vergewaltigung: Urlauberin im Wohnmobil attackiert

Versuchte Vergewaltigung: Urlauberin im Wohnmobil attackiert
FOTO_ iStock/Rawf8
2 Min. Lesezeit |

Ein Zeuge, ein Schrei, eine Sekunde – mehr trennte eine 44-Jährige in Spanien nicht vom Schlimmsten.

Eine 44-jährige Deutsche erlebte ihren Spanien-Urlaub als Horrortrip: In ihrem am Strand geparkten Wohnmobil wurde sie von einem bewaffneten Mann überfallen, der versuchte, sie zu vergewaltigen. Nur weil ein Zeuge rechtzeitig eingriff, konnte Schlimmeres verhindert werden.

Der Vorfall ereignete sich am 21. Juni gegen 17.30 Uhr auf einem Caravan-Stellplatz an der Mündung des Flusses Andarax nahe Almería. Ein unbekannter Mann drang in das Fahrzeug der Frau ein und griff sie mit einem Messer an. Berichten zufolge schlug er zusätzlich mit einem Stock auf sie ein.

Die Frau wehrte sich und schrie um Hilfe. Ein Zeuge, der auf die Schreie aufmerksam wurde, betrat das Wohnmobil und traf den halbnackten Angreifer über dem schwer verletzten Opfer an – sein Eingreifen verhinderte die Vergewaltigung.

Festnahme im Meer

Der Täter ergriff daraufhin die Flucht, konnte sich jedoch nicht lange verborgen halten: Polizisten entdeckten ihn kurz darauf in einem nahegelegenen Gebüsch. Als die Beamten ihn stellen wollten, lief er trotz starkem Wind und hohem Wellengang ins Meer und ging mehrfach unter.

Fünf Polizisten mussten ihn schließlich unter erheblicher Gegenwehr aus dem Wasser ziehen – dabei wurden mehrere Beamte verletzt. Der Mann wurde wegen sexueller Gewalt, schwerer Körperverletzung sowie Widerstands gegen Vollzugsbeamte festgenommen. Da er keine Ausweispapiere mit sich führte, ist seine Identität weiterhin ungeklärt. Die Ermittler gehen davon aus, dass er möglicherweise aus dem Senegal oder Gambia stammt.

Die verletzte Frau wurde in das Kinder- und Frauenkrankenhaus von Almería eingeliefert, wo Rechtsmediziner und Gynäkologen Spuren sicherten. Laut spanischen Medienberichten erlitt sie Schnitte und Prellungen im Gesicht sowie am Körper. Einige Berichte beschreiben die Verletzungen im Gesicht als so schwerwiegend, dass die Frau dadurch „entstellt“ worden sei.

Ähnliche Vorfälle

Erst Anfang Jänner war es im rund zwei Autostunden entfernten Málaga zu einem vergleichbaren Angriff gekommen. Dort hatte ein illegal eingereister Algerier (33) eine 19-Jährige bedrängt, und als diese sich wehrte, schlug er auf sie ein.

Das Opfer erlitt dabei schwerste Gesichtsverletzungen, darunter Nasen- und Augenhöhlenbrüche.

Unabhängiger Journalismus braucht Unterstützung

Guter Journalismus entsteht nicht nebenbei. Gründliche Recherche, sorgfältige Faktenprüfung und eine kritische Einordnung brauchen Zeit, Erfahrung und Ressourcen. Damit wir weiterhin unabhängig berichten können – frei von politischem oder wirtschaftlichem Einfluss – sind wir auf deine Unterstützung angewiesen.

Hilf mit, unabhängigen Journalismus zu sichern.
KO KOSMO-Redaktion
Teilen