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Jubelkontroverse

Von Messi-Erbe zu „arrogantem“ Thronfolger – Yamal unter Beschuss

Von Messi-Erbe zu „arrogantem“ Thronfolger – Yamal unter Beschuss
FOTO: EPA/Enric Fontcuberta
3 Min. Lesezeit |

Lamine Yamal (18), den viele als Nachfolger von Lionel Messi beim FC Barcelona sehen, begeistert die Fußballwelt weiterhin mit seinen außergewöhnlichen Leistungen. In der vergangenen Spielzeit glänzte der Flügelstürmer mit beeindruckenden Statistiken: 18 Treffer und 25 Assists in 55 Partien für die Katalanen. Auch in die aktuelle Saison ist der Youngster fulminant gestartet – zwei Tore und drei Vorlagen in nur drei Begegnungen sprechen eine deutliche Sprache. Sein kometenhafter Aufstieg hat ihn zu einem der prägenden Gesichter des Weltfußballs gemacht. Für Gesprächsstoff sorgt nun sein neuer Torjubel, bei dem er sich von Basketball-Ikone LeBron James inspirieren ließ, wie GiveMeSport berichtet.

Noch vor kurzem war Yamal lediglich eines von vielen Talenten in der berühmten La Masia (Barcelonas Nachwuchsakademie). Nach seiner Beförderung in den Profikader erlebte er einen rasanten Aufstieg und etablierte sich sowohl beim FC Barcelona als auch in der spanischen Nationalmannschaft als Leistungsträger. Bei der EM 2024 spielte er eine Schlüsselrolle auf Spaniens Weg zum Titel. Neben einer Vorlage in der Gruppenphase bereitete er entscheidende Treffer im Achtel-, Viertel- und Endspiel vor und krönte seine Turnierleistung mit einem eigenen Tor im Halbfinale.

Neuer Königsjubel

Die Anhänger waren bislang daran gewöhnt, dass der Ausnahmekönner seine Tore feierte, indem er mit den Fingern die Zahl „304“ formte – die Postleitzahl des Viertels Rocafonda in Mataró, in dem er aufgewachsen ist. Diese emotionale Geste war eine Hommage an seine Wurzeln. Doch mittlerweile hat der Offensivkünstler seinen Jubel verändert. Nach einem Treffer positioniert sich der Jungstar nun vor den Kameras und deutet an, sich eine Krone aufzusetzen.

Diese Geste ist eine Verneigung vor einem seiner größten sportlichen Vorbilder, dem vierfachen NBA-Champion LeBron James, der auf identische Weise jubelt. Ähnlich wie James, der seit Jahrzehnten das Aushängeschild der NBA (nordamerikanische Basketball-Liga) ist, wurde auch Yamal bereits in jüngsten Jahren als „kommender Superstar“ gehandelt. Der Kronen-Jubel erlebte seine öffentliche Premiere nach Yamals Doppelpack beim 7:3-Testspielsieg des FC Barcelona gegen den FC Seoul, als er sich nach dem Treffer demonstrativ vor den Kameras die imaginäre Krone aufsetzte.

Mediale Kritik

Allerdings stößt die neue Jubelgeste nicht überall auf Begeisterung. Laut The Athletic kritisieren traditionelle spanische Boulevardmedien den 18-Jährigen und werfen ihm übertriebene Arroganz vor. Sie fordern ein bescheideneres Auftreten des Jungstars. Die Diskussion um Yamal als „neuen König“ des Fußballs hat in Spanien zusätzliche Debatten über seine Rolle und Selbstwahrnehmung ausgelöst. Aus dem Umfeld des Spielers verlautet jedoch, dass Yamal sich der medialen Aufmerksamkeit durchaus bewusst sei, die Kritik ihn aber keineswegs belaste.

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KO KOSMO-Redaktion
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