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Weiteres Bundesland steigt aus Mutter-Kind-Pass aus

(FOTO: privat)
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Nachdem Anfang Oktober Wien, Niederösterreich und die Steiermark schon aus dem Mutter-Kind-Pass Vertrag ausgestiegen sind, zieht ein weiteres Bundesland nach. Damit müssen alle Mutter-Kind-Pass Untersuchungen ab März 2023 privat bezahlt werden, wie KOSMO bereits berichtete.

Nun ist auch die Ärztekammer Oberösterreich davon überzeugt, dass der Ausstieg aus dem Mutter-Kind-Pass Vertrag der richtige Weg ist. Nach der Ankündigung zum Ausstieg im Oktober, hat die Kurie der niedergelassenen Ärzte angekündigt, die Verträge als bald als möglich aufzukündigen. Um einen kompletten Ausstieg zu verhindern, müsste das Gesundheitsministerium rechtzeitig reagieren und eine Reform zum Mutter-Kind-Pass beschließen. Doch das Ministerium lässt sich Zeit. Gesundheitsreferentin Christine Haberlander (ÖVP) fordert unterdessen eine rasche und gute Lösung.

Reform und Honorarleistungen

So wollen die Ärztekammern mit dem Ausstieg Druck aufbauen. Doch es wird langsam ernst. Denn bis März muss die Reform beschlossen sein, damit Schwangere ihre Untersuchungen nicht privat zahlen müssen. Eine Reform zum Mutter-Kind-Pass lässt dennoch auf sich warten. Noch immer hat sich das Gesundheitsministerium nicht für einen finalen Beschluss zur Erhöhung der Honorarleistungen entschlossen.

Die Honorarleistungen der Schwangerenuntersuchungen sind seit 1994 nicht angehoben worden. Heißt, dass Ärzte für eine Untersuchung im Rahmen der Mutter-Kind-Pass Untersuchung noch immer nur 18,02 Euro erhalten. Was mitunter auch dazu führt, dass viele Ärzte in der Frauenheilkunde nur noch private Leistungen anbieten.

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