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ZU SEXARBEIT GEZWUNGEN

Wien: Frau wird monatelang von Familie als Sklavin gehalten

Symbolbild (FOTO: iStockphoto)

Die Polizei deckte einen besonders schweren Missbrauchsfall in Wien auf: Eine Familie soll eine 40-Jährige monatelang unter massiver Gewalt zur Prostitution gezwungen haben.

Ein Missbrauchsfall in der Bundeshauptstadt schockiert derzeit alle: Wie die Polizei erst kürzlich aufdeckte, soll eine 40-jährige seit März von der Familie ihres Ex-Freundes unter massiver Gewalt zur Prostitution gezwungen worden sein. Die Frau soll verprügelt, mit einem Elektroschocker gequält und zahlungswilligen Freiern ausgeliefert worden sein.

Täglich zu Sexarbeit gezwungen
Wie ein sichergestellter Kalender belegt, musste die Frau das Martyrium monatelang über sich ergehen lassen. Die Eintragungen belegen, dass das Opfer mehrere Stunden täglich zur Sexarbeit gezwungen wurde. Die Österreicherin soll bis zu 1.000 Euro pro Tag verdient haben, bekommen hat sie von dem Geld aber nichts. Das Geld musste sie in einen engen Wandschlitz stecken. Dahinter war ein Tresor, den die Familie ihres Ex-Freundes regelmäßig ausräumte.

Familie in U-Haft
Die Familienmitglieder wurden von der Polizei festgenommen und sitzen derzeit in U-Haft. Der Missbrauchsfall in Wien flog im Zuge einer polizeilichen Schwerpunktaktion auf. Derzeit läuft eine „Aktion scharf“ des Referats für Prostitutionsangelegenheiten gegen illegale Sexarbeit, die besonders jetzt, während des Lockdowns, regelrecht boomt. Seit Beginn des Jahres wurden 400 Anzeigen eingebracht und 82.000 Euro an Strafen eingehoben.

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