Start NEWS Chronik “Tod den Christen”: Drohungen im Gemeindebau
WIEN-LEOPOLDSTADT

“Tod den Christen”: Drohungen im Gemeindebau

(Foto: iStock)

Ermittlungen von Staatsschützern laufen in einem Wiener Gemeindebau auf Hochtouren: Im Stiegenhaus wird Terror verherrlicht und zur Tötung an Christen aufgerufen. 

Leopoldstadt: Mieter eines Wiener Gemeindebaus wurden in der Engerthstraße vor einigen Tagen auf Graffiti-Drohungen in ihrem Stiegenhaus aufmerksam. Dabei wird der Terror-Anschlag in Wien verherrlicht und mit Rechtschreibfehler zur Tötung (“Tot den Christen”) aufgerufen. Auf einem weiteren Graffiti steht “Haus gehört bald uns und dann die Welt”. Gefolgt von: “Allahu Akbar” möge dem Attentäter, der vor fast einem Monat vier unschuldige Menschen erschoss, “gnädig” sein.

Die Polizei wurde sofort von den Anrainern verständigt. Obwohl eine Anzeige erstattet wurde, ist noch immer unklar wer die Graffitis geschrieben hat. Diesbezüglich hat auch das LVT (Landesamt für Verfassungsschutz und Terrorismusbekämpfung) Ermittlungen aufgenommen. Diese sollen auch ermitteln, ob die Parolen von IS-Anhängern kommen oder ob in dem Stiegenhaus bewusst Muslime beleidigt werden sollen.

Wien-Täter wollte in Kirchen morden:
Bei einer Pressekonferenz am Donnerstag sagte Innenminister Karl Nehammer “Der Anschlag vom 2. November war ein dramatischer Terrorakt in Österreich und in seiner Dimension unvergleichlich”, Er teilte auch die aktuellsten Erkenntnisse zu den Ermittlungen des Terrors mit: Es sei nicht ausgeschlossen, dass der Attentäter bewusst Opfer in Kirchen suchen wollte, um diese dann zu ermorden. Demzufolge werde es künftig einen verstärkten Schutz für Kirchen geben. “Wir befinden uns in einer heiklen Phase”, warnte der Innenminister vor denkbaren Nachahmungstätern.

Alle Objekte werden zivil und in Uniform sichergestellt, sowie offen und verdeckt bewacht. Weiters folgen neue Sofort-Eingreiftruppen der Cobra, die denkbare Verbrecher “innerhalb kürzester Zeit finden, diese binden und die Amok- oder Terrorlage finalisieren”, betonte Brigadier Hannes Gulnbrein.