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Sparfüchse aufgepasst

Schnäppchen-Paradies an der Adria: Espresso für 2 Euro & Ćevapčići für 6 Euro

Schnäppchen-Paradies an der Adria: Espresso für 2 Euro & Ćevapčići für 6 Euro
FOTO: iStock
2 Min. Lesezeit |

Leere Strände, stille Promenaden und ein Hauch von Erwartung – Bosniens einzige Küstenstadt Neum gleicht derzeit einer perfekt vorbereiteten Bühne ohne Publikum.

Die einzige bosnische Küstenstadt Neum präsentiert sich Anfang Juni noch in ungewohnter Stille. Wo in wenigen Wochen Hochbetrieb herrschen wird, mischt sich derzeit nur der salzige Meeresduft mit vereinzelten Essensaromen. Die Promenaden liegen verwaist, die Strände nahezu menschenleer – als hätte jemand die Pausetaste für den Urlaubsort gedrückt.

Erst an den Wochenenden kehrt etwas Leben ein, wenn Tagesausflügler aus dem bosnischen Hinterland anreisen, um der Hitze und dem Alltag zu entfliehen. Doch unter der Woche wirkt Neum wie eine Filmkulisse vor dem eigentlichen Dreh – alles ist vorbereitet, nur die Hauptdarsteller fehlen noch.

Sommerliche Preise

Die Preise haben bereits Sommerniveau erreicht und bewegen sich auf ähnlichem Niveau wie an der restlichen Adriaküste. Für einen Espresso werden umgerechnet vier Konvertible Mark (bosnische Währung) fällig, ein Cappuccino kostet zwischen 4,50 und 5 KM. Wer einen Milchkaffee oder Latte bevorzugt, zahlt etwa 5,50 KM. Beim Bier variieren die Preise deutlicher: Vom Fass kostet es zwischen 5 und 9 KM, die Flasche schlägt mit mindestens 7 KM zu Buche.

Auch das Fastfood-Angebot ist preislich klar definiert: Ein Hot Dog kostet 5 KM, für einen Hamburger werden 7,50 KM verlangt, der Cheeseburger liegt bei 8 KM. Die traditionellen Cevapcici – eine bosnische Spezialität aus gegrillten Hackfleischröllchen – eine Portion mit zehn Stück – kosten 12 KM, während Pommes zwischen 4 und 6 KM liegen. Pizzaliebhaber zahlen für eine Margherita 15 KM, für eine Capricciosa 17 KM, während die slawonische Variante mit 20 KM zu Buche schlägt.

Warten auf Gäste

Obwohl die Restaurants ihre Türen bereits geöffnet haben und das Meer warm genug für die ersten Badegäste wäre, fehlt noch das typische Sommerambiente: keine Warteschlangen vor den Eisdielen, kein fröhliches Kindergeschrei an den Stränden und kein vielsprachiges Stimmengewirr europäischer Urlauber. Stattdessen dominieren Stille und gelegentlich der verführerische Duft von frisch gegrilltem Fisch.

Neum wirkt derzeit wie ein Theater kurz vor der Premiere – die Kulissen stehen, die Schauspieler sind in Position, aber der Vorhang ist noch nicht aufgegangen. Die Einheimischen setzen ihre Hoffnungen auf den Juni, der die ersten Touristenwellen bringen soll.

Mit vorbereiteten Unterkünften und einem vielfältigen gastronomischen Angebot sind sie überzeugt: Es ist nur eine Frage der Zeit, bis der Sommer in Neum wirklich beginnt.

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KO KOSMO-Redaktion
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