Drei Jugendliche überfallen einen Zwölfjährigen in Wien, rauben Bargeld und Schmuck. Der entscheidende Hinweis zur Ergreifung der Täter hängt bereits an der Wand der Polizeistation.
In Wien wurde ein zwölfjähriger Junge Opfer eines Überfalls durch drei ältere Jugendliche. Der Vorfall ereignete sich in der Nacht zum Samstag, gegen 2:30 Uhr, nachdem sich der Zwölfjährige zunächst mit einem 13-Jährigen in Wien-Leopoldstadt getroffen hatte. Anschließend verabredeten sie sich mit zwei weiteren Jugendlichen bei der Meiselstraße in Wien-Rudolfsheim-Fünfhaus. Dort eskalierte die Situation: Die drei älteren Jugendlichen im Alter von 13, 14 und 15 Jahren überfielen den Zwölfjährigen, forderten Geld, schlugen ihn und raubten ihm eine kleine Summe Bargeld, eine Halskette sowie ein Gilet. Bei dem Angriff erlitt das Opfer leichte Verletzungen.
📍 Ort des Geschehens
Zufällige Entdeckung
Ein bemerkenswerter Zufall führte zur raschen Identifizierung der mutmaßlichen Täter. Als der verletzte Junge auf der Polizeiinspektion Wurmsergasse Anzeige erstattete, erkannte er die drei Angreifer auf einer dort ausgehängten Abgängigkeitsanzeige wieder. Die Jugendlichen waren zuvor aus einer Wohngemeinschaft als vermisst gemeldet worden.
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Schnelle Festnahme
Die Einsatzkräfte konnten die Tatverdächtigen kurze Zeit nach der Tat in der besagten Wohngemeinschaft antreffen. Die beiden strafmündigen Jugendlichen (ab 14 Jahren) mit syrischer Staatsbürgerschaft wurden auf Anweisung der Staatsanwaltschaft in Gewahrsam genommen und in eine Justizanstalt gebracht. Der zwölfjährige Geschädigte wurde in die Obhut einer erziehungsberechtigten Person übergeben.
In Österreich gilt das Jugendgerichtsgesetz, wonach Jugendliche ab dem 14. Lebensjahr strafmündig sind. Der 13-jährige Tatverdächtige kann daher strafrechtlich nicht verfolgt werden und wird vom Kinder- und Jugendhilfeträger betreut. Bei den beiden festgenommenen Jugendlichen handelt es sich um einen 14-Jährigen und einen 15-Jährigen, beide mit syrischer Staatsbürgerschaft.
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Die polizeilichen Ermittlungen dauern an.