Start NEWS PANORAMA Dachverband serbischer Gemeinschaften: Subventionen missbraucht?
KOSMO DECKT AUF

Dachverband serbischer Gemeinschaften: Subventionen missbraucht?

Gegen Zoran Aleksić wurden schwere Vorwürfe erhoben. (FOTO: KOSMO)

Nachdem vor kurzem Korruptions-Anschuldigungen in der kroatischen Community in Österreich für Aufsehen sorgten, ist nun auch die serbische Gemeinde betroffen. Es geht um den Verdacht auf den Missbrauch von Geldern, die für die Projekte des Dachverbands serbischer Vereine bestimmt waren.

Seit 13 Monaten beherrscht den Dachverband serbischer Gemeinschaften ein Streit zwischen dem alten und dem neuen Präsident Zoran Aleksić und Darko Jurišić. Nun dürfte der Streit aber ein gerichtliches Nachspiel haben: Unsere Redaktion erreichte eine E-Mail des neuen Präsidenten Darko Jurišić, der darin schwere Vorwürfe gegen Aleksić erhebt. Dazu angehängt schickte Jurišić uns als Beweis auch die Nachrichten-Korrespondenz mit Aleksić sowie die Dokumentation über die betroffenen Bankkonten. Aufgrund dieser kann man den Eindruck gewinnen, dass es offensichtlich unrechtmäßige Handlungen gab, die auf einen Missbrauch von Geldern des Dachverbands hinweisen könnten.

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Miroslav Piplica verfügt über zahlreiche Funktionen und gehört zu den wohl einflussreichsten Kroaten in der Diaspora. Nun wird ihm Veruntreuung von Spendengeldern vorgeworfen. Er selbst hat in einer ersten Reaktion für KOSMO die Vorwürfe zurückgewiesen.

 

„Unschöne Situation“

Der neue Präsident Darko Jurišić, erhebt schwere Vorwürfe gegen Aleksić. (FOTO: zVg.)

Für KOSMO sagt Darko Jurisic, der neue Präsident des Dachverbands serbischer Gemeisnchaften: „Wir haben geduldig gewartet, dass diese unschöne Situation geklärt wird, aber nachdem nun 13 Monate vergangen sind, haben wir die Dokumentation an unser Team von Anwälten übergeben. Wir wollen den Dachverband in der Öffentlichkeit beschützen. Ich bin in Österreich geboren und aufgewachsen. Ich weiß, wie man hier lebt und wie wichtig es ist, dass sich alles an die gesetzlichen Rahmen hält. Die Information über die nun entstandenen Probleme ist bereits beim Gewerkschaftsbund und bei einigen Ministerien gelandet, mit denen der Dachverband bisher zusammengearbeitet hat. Ebenso ist der serbische Botschafter informiert, genauso wie die zuständigen Institutionen in Serbien. Unser Ziel ist es, dass wir uns offiziell und öffentlich gegen diese Unrechtmäßigkeiten und diese Arbeitsweise wehren. In Zukunft wird nur nach dem Statut und dem Gesetz gearbeitet. Für besonders wichtig erachten wir das Ziel, dass unser Volk in Österreich die Wahrheit erfährt und das wir uns das Vertrauen und das Ansehen wieder aufbauen“.

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