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Darmkrebsvorsorge: 540.000 Wiener bekommen Einladung

Darmkrebsvorsorge: 540.000 Wiener bekommen Einladung
FOTO: Stadt Wien/Christian Jobst
2 Min. Lesezeit |

540.000 Wiener:innen bekommen Post – und diese Einladung könnte Leben retten. Wien startet ein neues Kapitel in der Krebsvorsorge.

Wien hat heute ein flächendeckendes Darmkrebs-Screening-Programm gestartet, das die Früherkennung der Erkrankung in der Bundeshauptstadt auf ein neues Niveau heben soll. In den kommenden elf Monaten erhalten rund 540.000 Wienerinnen und Wiener im Alter zwischen 45 und 75 Jahren eine persönliche Einladung zur Teilnahme. Die Untersuchung ist sowohl freiwillig als auch kostenfrei.

Das Programm ist vorerst auf zwei Jahre ausgelegt und verursacht laut Stadtangaben jährliche Kosten von rund 7,5 Millionen Euro, die gemeinsam vom Wiener Gesundheitsfonds und den Krankenversicherungsträgern getragen werden.

Grundsätzlich kämen rund 700.000 Wienerinnen und Wiener für eine Darmkrebs-Vorsorgeuntersuchung infrage. Weil jedoch jene Personen aus der Zielgruppe herausgerechnet wurden, die in den vergangenen Jahren bereits eine Darmspiegelung durchführen ließen, verbleiben laut Stadtangaben rund 540.000 Menschen, an die sich das Programm richtet.

Ablauf des Screenings

Nach Eingang der Einladung kann der Testkit telefonisch über die Nummer 1450 oder über das Internet angefordert werden. Die Probe entnehmen die Teilnehmenden selbständig zu Hause und schicken sie anschließend per Post an ein Labor. Das Ergebnis liegt innerhalb weniger Tage vor.

Zeigt die Auswertung einen auffälligen Befund, wird umgehend eine Darmspiegelung veranlasst. Sollte im niedergelassenen Bereich kein zeitnaher Termin verfügbar sein, stellen die Projektpartner Endomed Wien-Mitte und Franziskusspital laut Stadt einen Untersuchungstermin innerhalb von 14 Tagen sicher.

Versand der Einladungen

Ab Juli 2026 werden die Einladungsschreiben in einem monatlichen Rhythmus von rund 50.000 Stück versandt. Die Schreiben erscheinen in vier Sprachen: Deutsch, Englisch, Türkisch sowie Bosnisch-Kroatisch-Serbisch.

Die Reihenfolge der Zustellung richtet sich alphabetisch nach dem Nachnamen der Empfängerinnen und Empfänger.

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KO KOSMO-Redaktion
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