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FUSSBALL

Die besten österreichischen Fußballspieler gestern und heute

FOTO: iStockphoto

Als große Fußballnation kann Österreich zwar nicht bezeichnet werden, und rund 70 Prozent der Spieler in den Profivereinen stammen derzeit aus dem Ausland. Die WM Qualifikation verpasste man 2022 ebenfalls knapp, aber immerhin war die Nationalmannschaft seit Beginn des Turnier sieben Mal beim weltweit größten Fußball-Event vertreten, wobei sie 1954 den größten Erfolg mit einer Drittplatzierung landete.

Wenngleich das Land oft im Schatten der angrenzenden Fußballriesen Deutschland und Italien steht, brachte man jedoch durchaus bedeutende Spieler in der Geschichte des Sports hervor – sowohl auf nationaler wie auch auf internationaler Ebene. Auch im aktuellen Nachwuchs gibt es einige Kandidaten, die es auf die Liste der legendären Spieler schaffen könnten.

Auf der Rangliste der aktuell besten Spieler steht David Alaba auf Platz eins, mit einem aktuellen Marktwert von 55 Millionen Euro. Der gebürtige Wiener und erfolgreiche Innenverteidiger kann mit seinen 30 Jahren auf 96 Länderspiele zurückblicken, bei denen er 14 Tore erzielte. Einen Namen machte er sich insbesondere während seiner zehnjährigen Karriere beim FC Bayern, wo er an zwei Champions League-Siegen, zehn deutschen Meistertiteln sowie sechs deutschen Pokalsiegen beteiligt war, bevor er im Sommer 2021 zu Real Madrid wechselte. Innerhalb der Champions League Gruppe F liegt Real Madrid mit 13 Punkten aktuell auf Platz eins, und wer nicht nur Weltmeisterschaft Wetten, sondern auch Wetten in der UEFA abgibt, sollte Real Madrid im Auge behalten, wie natürlich auch Alaba als einen der Top-Spieler des Vereins – auch wenn wir ihn leider in Katar nicht sehen werden.

Potential zu österreichischen Spielern zu werden, die in die Geschichte eingehen, haben derzeit auch Maximilian Wöber, mit einem Marktwert von 9 Millionen Euro, Yusuf Demir mit 5 Millionen Euro Marktwert und Alexander Schlager mit immerhin 4 Millionen Euro. Maximilian Wöber präsentierte sich bei Sevilla so stark, dass er 2019 von RB Salzburg eingekauft wurde – und das für eine Ablöse von 10.5 Millionen Euro. Eine stolze Summe für einen Spieler aus dem eigenen Land, doch mit 22 Jahren hat er eine vielversprechende Laufbahn vor sich.

Yusuf Demir spielt ist gerade mal 17 Jahre alt und wechselte nach einer Saison bei Rapid Wien zum türkischen Verein Galatasaray, für eine Ablöse von 6 Millionen Euro, bleibt Österreich aber natürlich als U21-Nationalspieler erhalten.

Torwart Alexander Schlager hat sicherlich ebenfalls eine erfolgreiche Karriere vor sich, wobei er seit 2017 seinem Linzer Verein treu bleibt. 2019 gab der 26-Jährige sein Debüt in der Nationalmannschaft und schaffte es zu drei Einsätzen während der WM-Qualifikationsrunden.

Vorbilder für die vielversprechenden Nachwuchsspieler sind sicherlich die Legenden des österreichischen Fußballs, auf die man mit Stolz zurückblickt. Wer erinnert sich beispielsweise nicht an das „Wunder von Cordoba“ – den unerwarteten Sieg Österreichs gegen Deutschland bei der Weltmeisterschaft in Argentinien 1978, an dem Hans Krankl erheblich beteiligt war? 69 Länderspiele absolvierte er für sein Heimatland, schoss 34 Tore für die Nationalmannschaft, was ihm offiziell den Spitznamen „Goleador“ einbrachte. In der Bundesliga erlangte er mit seinem Team zwei Meistertitel sowie vier Pokalsiege. Auch während seiner Zeit beim FC Barcelona verhalf er dem Club zum Gewinn des Europapokals sowie des spanischen Pokals. Nach seinem offiziellen Karriereende als Spieler machte er sich zwischen 2002 und 2005 als Nationaltrainer einen Namen.

Toni Polster ist ein weiterer legendärer Name im österreichischen Fußball, und hält bis heute den Torrekord beim Nationalteam – mit den meisten Toren in einer Saison (1986/87 mit 39 Treffern) und als bester Austria-Torschütze aller Zeiten mit insgesamt 120 Treffer. Zudem wurde er zweimal zu Österreichs Fußballer des Jahres gekürt, belegte Platz sechs bei der Wahl zum Jahrhundertfußballer Österreichs und bekam 1886 den „bronzenen Schuh“ als drittbester Torjäger Europas überreicht.

Den Namen Herbert Prohaska muss man als österreichischer Fußballfan ebenfalls kennen, sowohl aus seiner Spielerzeit sowie als Trainer der Nationalmannschaft, mit der ihm die WM-Qualifikation 1998 gelang und es in der Gruppenphase auf Rand drei schaffte. Für seine Erfolge als Spieler wurde er 2004 zum Jahrhundertfußballer des ÖFB gekürt, als „Held der Nation“ gilt er dank seiner insgesamt 12 Tore innerhalb der 84 Spiele, die er in der Nationalmannschaft spielte. Im Ausland machte sich Herbert Prohaska sowohl bei Inter Mailand sowie bei AS Rom einen Namen, mit dem FK Austria Wien wurde er ganze siebenmal österreichischer Meister und gewann viermal den österreichischen Cup.

Friedrich Koncilia ist eine echte Torwart-Legende und mittlerweile 74 Jahr alt. Seine Karriere beendete er offiziell 1985, davor wurde er im Laufe der 70er und 80er Jahre mit Wacker, Wattens und Austria Wien achtmal österreichischer Meister sowie sechsmal österreichischer Cupsieger. Berühmt ist er vor allem für seine Paraden, mit denen er oft die Gegner in Verzweiflung brachte.

Bruno Pezzey sowie Andreas Herzog runden die Liste der österreichischen Fußballlegenden ab – wobei Pezzey auch in Deutschland bei Werder Bremen und Eintracht Frankfurt denkwürdige Erfolge erzielte, im Heimatland viermal österreichischer Meister wurde und als Nationalspieler an zwei Weltmeisterschaften – 1978 und 1982 – teilnahm. Leider verstarb er im frühen Alter von 39 an einem Herzinfarkt. Andreas Herzog absolvierte 103 Länderspiele und schoss dabei 26 Tore, war als Nationalspieler zudem 1990 sowie 1998 bei der WM mit dabei. In Deutschland schaffte er es mit Werder Bremen zweimal zum Pokalsieg und wurde mit dem FC Bayern einmal UEFA-Cup-Sieger.

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