Start CORONA Düstere Prognosen: Omikron-Welle soll Österreich zu Jahresbeginn überrollen
NEUER HÖCHSTSTAND

Düstere Prognosen: Omikron-Welle soll Österreich zu Jahresbeginn überrollen

(FOTO: iStockphoto)

Wie das Covid-Prognosekonsortium am Freitagfrüh bekanntgab, droht uns bereits zu Jahresbeginn die fünfte Corona-Welle mit Omikron.

Bisher ist Österreich im Vergleich zu anderen Ländern wie Großbritannien relativ glimpflich mit Omikron davongekommen. Doch das soll sich laut einer Datenanalyse des Covid-Prognosekonsortiums schon nach dem Jahreswechsel ändern. Die Experten rechnen mit der fünften Welle mit täglich 15.000 Neuinfektionen und einer noch nie dagewesenen Stärke. Die Überlastung des Gesundheitssystems sei eine „realistische Gefahr“, auch das Test- und Meldesystem könnte an seine Grenzen kommen.

Neuer Höchststand, aber reduzierte Hospitalisierungsrate erwartet
Bei den Berechnungen dieses Szenarios rechnete man mit bisher bekannten Merkmalen der Omikron-Variante, also etwa, dass sie sich doppelt bis drei Mal so schnell ausbreitet wie die Delta-Variante und eine effektive Reproduktionszahl zwischen 1,5 bis 2,4 aufweist. Diese Daten werden auch von den aktuellen Zahlen in Österreich gestützt. Laut den Berechnungen soll die „Omikron-Variante binnen weniger Wochen dominant“ werden „und bei ungebremstem Anstieg noch im Jänner 2022 den bisherigen Höchststand an täglichen Neuinfektionen übertreffen“. Konkret soll es schon in der ersten Jänner-Woche mehr als 15.000 neue Corona-Fälle pro Tag geben.

Allerdings gibt es auch eine (kleine) gute Nachricht: Zwar können die Experten schwere Verläufe nicht ausschließen oder deren Zahl konkret einschätzen, aber: „Es ist plausibel, dass eine bereits durchgemachte Infektion bzw. eine doppelte Impfung zu einem gewissen Grad auch vor schweren Verläufen schützt“. Da in Österreich inzwischen ca. 70 Prozent der Bevölkerung doppelt geimpft sind, oder schon eine Covid-Infektion hinter sich haben, „ist zumindest für die Omikron-Variante eine reduzierte Hospitalisierungsrate zu erwarten“, meint das Gremium.

Allerdings ist das leider auch kein Grund zum Aufatmen, denn: Die Intensiv- und Normalstationen mit Covid-19-Patienten sind bereits jetzt sehr stark ausgelastet. Der Belag reduziert sich zu langsam, „um neuerliche starke Zugänge ohne Versorgungseinschränkungen bewerkstelligen zu können“, heißt es. Das heißt konkret, dass Triagen notwendig werden könnten. Außerdem ist bei rasant wachsenden Fallzahlen zu erwarten, „dass das aktuell implementierte Test- und Meldesystem an seine Grenzen stoßen wird“.

Welche Sofortmaßnahmen werden empfohlen?
Die Experten raten dringend zu kontaktreduzierenden Maßnahmen, verstärktes PCR-Testen für alle, sowie eine FFP2-Maskenpflicht in allen Bereichen. Auch ein verstärktes Contact Tracing „solange wie möglich“ wird empfohlen. Zudem richtet das Gremium erneut einen Impfapell an die Bevölkerung: Nach derzeitigem Wissensstand stellt die „(Booster-)Impfung die effektivste Maßnahme zur Bekämpfung der potenziellen Omikron-Welle dar“.

Quellen und Links:

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