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Missbrauchsfall

Einer der barbarischsten Fälle“: Stieftochter 22 Jahre lang als Sexsklavin gehalten

Einer der barbarischsten Fälle“: Stieftochter 22 Jahre lang als Sexsklavin gehalten
FOTO: iStock/Rena Lolivier
2 Min. Lesezeit |

Nach 22 Jahren Gefangenschaft gelang einer 29-jährigen Brasilianerin die Flucht vor ihrem Stiefvater, der sie seit ihrer Kindheit missbrauchte und wie eine Sexsklavin hielt.

Ein Fall, der in Brasilien landesweites Entsetzen auslöst, beschäftigt derzeit die Behörden: Nach 22 Jahren Gefangenschaft konnte eine 29-jährige Frau ihrem Stiefvater entkommen, der sie über zwei Jahrzehnte lang wie eine Sexsklavin gehalten hatte. Der 51-jährige Täter befindet sich inzwischen in Untersuchungshaft. Die Ermittlungsbehörden werfen ihm mehrere schwerwiegende Delikte vor, darunter Vergewaltigung einer schutzbedürftigen Person, schwere Körperverletzung, Freiheitsberaubung und Stalking. Bei einer Verurteilung in allen Anklagepunkten droht dem Mann eine Haftstrafe von bis zu 100 Jahren.

Die Ermittlungen begannen, nachdem die Frau aus dem mit Überwachungskameras und umfangreicher Sicherheitstechnik ausgestatteten Haus fliehen konnte. Der örtliche Polizeichef Eduardo Kruger bezeichnete den Fall als einen der barbarischsten, den er in seiner Laufbahn erlebt habe. Viele Beobachter ziehen bereits Parallelen zu den Verbrechen des österreichischen Straftäters Josef Fritzl.

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Jahrelanger Missbrauch

Die Leidensgeschichte des Opfers begann bereits im Kindesalter. Mit sieben Jahren soll der Stiefvater das Mädchen erstmals missbraucht haben. Zu diesem Zeitpunkt lebte er noch mit der Mutter des Kindes zusammen. Diese Beziehung war jedoch von massiver Gewalt geprägt – der Mann schlug seine damalige Partnerin regelmäßig und versuchte laut Polizeiangaben sogar, sie zu töten.

Die genauen Umstände, warum das Mädchen nach der Trennung beim Täter verblieb, sind noch Gegenstand der Untersuchungen. Fest steht jedoch, dass der Missbrauch danach nahezu täglich stattfand. Der Täter dokumentierte seine Übergriffe in zahlreichen Videoaufnahmen. Im Alter von 14 Jahren zwang er sein Opfer zum Geschlechtsverkehr mit anderen Männern und bestrafte sie mit Schlägen, wenn sie keine Freude daran zeigte.

Dramatische Flucht

Zwei Jahre später inszenierte er eine Hochzeit mit dem damals 16-jährigen Mädchen, das zu diesem Zeitpunkt bereits zwei Schwangerschaften durchlitten hatte. Die Befreiung gelang der mittlerweile 29-Jährigen erst am vergangenen Dienstag. Sie täuschte einen medizinischen Notfall vor und überzeugte ihren Peiniger, sie zusammen mit ihren Kindern zu einem Arztbesuch zu fahren. Kurz darauf stürmten Polizeikräfte das Haus und nahmen den mutmaßlichen Täter fest.

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KO KOSMO-Redaktion
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