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Preisschock

Energieschock: Jeder Fünfter kann Stromrechnung nicht mehr zahlen

Energieschock: Jeder Fünfter kann Stromrechnung nicht mehr zahlen
(Symbolbild FOTO: iStock)
2 Min. Lesezeit |

Die Energiekrise belastet Österreichs Haushalte weiterhin massiv. Fast jeder Fünfte kann seine Rechnungen nicht mehr pünktlich bezahlen, während die Wechselbereitschaft gering bleibt.

Die Energiekosten bleiben ein Dauerthema für österreichische Haushalte. Aktuelle Erhebungen des EY-Energiepreismonitors zeigen, dass fast 90 Prozent der Bevölkerung aktiv versuchen, ihren Energieverbrauch zu reduzieren. Für knapp die Hälfte aller Haushalte bedeuten die gestiegenen Energiekosten bereits konkrete Einschränkungen im Alltag. Besonders alarmierend: 17 Prozent der Befragten können ihre Energierechnungen nicht mehr termingerecht begleichen.

Die diesjährige Befragung offenbart, dass 46 Prozent der Teilnehmer höhere Stromrechnungen als im Vorjahr erhalten haben. Davon berichten 14 Prozent von Preissteigerungen um mindestens 31 Prozent, während drei Prozent sogar Erhöhungen von über 61 Prozent verzeichnen. Etwa ein Viertel der Befragten gibt an, dass ihre Strompreise stabil geblieben sind. Lediglich 20 Prozent verzeichnen gesunkene Stromkosten, wobei signifikante Preisrückgänge die Ausnahme bilden.

Dies markiert eine deutliche Verschlechterung gegenüber dem Vorjahr, als noch 35 Prozent der Befragten von niedrigeren und nur 31 Prozent von höheren Stromrechnungen berichteten. Bei den Netzgebühren zeigt sich ein ähnliches Bild: 57 Prozent der Befragten stellen Erhöhungen bei den Strom-Netzentgelten fest. Auch im Gasbereich beobachten 49 Prozent gestiegene Netzgebühren.

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Geringe Wechselbereitschaft

Trotz der finanziellen Belastungen bleibt die Wechselbereitschaft der Österreicher gering, wie Daten aus dem Vorjahr belegen. Obwohl die Preise im Vergleich zu 2023 gesunken sind und vier von zehn Befragten einen Anbieterwechsel in Erwägung ziehen, haben tatsächlich nur 17 Prozent diesen Schritt vollzogen.

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Bei den genutzten Energieformen dominiert Strom, gefolgt von Fernwärme und Gas. Bemerkenswert ist, dass bereits 21 Prozent der Bevölkerung Strom aus eigener Produktion nutzen. Die Hälfte dieser Gruppe verfügt über einen Heimspeicher, ein weiteres Drittel plant dessen Anschaffung.

Heizungssysteme im Wandel

Jeder fünfte Haushalt nutzt Pellets, Hackschnitzel oder Holz zum Heizen, wobei diese Energieträger vorwiegend in ländlichen Regionen Verwendung finden. Der Anteil der Ölheizungen ist von 11 auf 8 Prozent gesunken, wobei mehr als ein Drittel dieser Nutzer einen Umstieg auf alternative Heizsysteme plant.

Neuere Technologien wie Wärmepumpen (10 Prozent), thermische Solaranlagen (7 Prozent) oder Biomasse (1 Prozent) haben sich bislang nicht flächendeckend durchgesetzt.

Christina Khinast-Sittenthaler, Leiterin des Energiesektors bei EY Österreich, betont die Notwendigkeit zusätzlicher Anreize in diesem Bereich.

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KO KOSMO-Redaktion
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