Start Aktuelles Engpässe: Beliebte Zigaretten- & Biersorten werden knapp

Engpässe: Beliebte Zigaretten- & Biersorten werden knapp

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(FOTO: iStock, pixabay)

Die Lieferengpässe sind bei einigen Produkten bereits deutlich spürbar, doch jetzt ist auch die Tabak und Bier-Industrie in Österreich betroffen.

Der Tabakkonzern Philip Morris musste seine Produktion in der ukrainischen Stadt Charkiw wegen des Kriegs komplett stilllegen. “Wegen der weltweit angespannten Lage auf den Rohstoffmärkten und der Verknappung der Kartonagen kann es tatsächlich zu Engpässen kommen.”, teilt die Firma mit.

Müssen Raucher Sorte wechseln?

„Seit knapp zwei Wochen treten vereinzelt Probleme auf“, sagt Pressesprecher Florian Gross gegenüber „Krone“. Trafikanten schätzen, dass die Knappheit mindestens zwei Wochen dauern wird. Hintergründe dürften auch hier die Auswirkungen des Ukraine-Krieges sein, der Konzern führt Unterbrechungen und Materialengpässe bei den Lieferketten als Ursachen ein. Philip-Morris-Raucher müssen bald auf andere Marlboro-Sorten umsteigen.

Das ist der derzeitige Preisüberblick in Österreich

Ob die Lieferengpässe zu einer erneuten Teuerung führen wird ist noch unklar. Die Tabaksteuer wurde bereits am ersten April angehoben und seit 1. Mai erhöhten alle Zigarettenhersteller ihre Preise.


JPS (John Player Special) 5,30 Euro
Pall Mall 5,30 Euro
Benson & Hedges black, silver, oder white 5,40 Euro
Gauloises 20 Stück 5,50 Euro
Lucky Strike 5,50 Euro
Lucky Strike 5,50 Euro
Chesterfield 20 Stück 5,50 Euro
Chesterfield 20 Stück 5,50 Euro. (Besonderheit: Das Chesterfield-Packerl mit 22 Stück welches 5,50 Euro kostet, gibt es dann mit 23 Stück um 6 Euro.)
Chesterfield 23 Stück 6 Euro
American Spirit 20 Stück 6 Euro
Marlboro 6 Euro

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(FOTO: iStock)

Nicht nur Zigaretten: Lieferengpässe auch bei Bier

Getreide und Stärke, aber auch Glas und Dosen sind durch den Ukraine-Krieg Mangelware. Die Bierproduktion wird für Brauereien immer schwieriger.

Massive Rohstoff-Probleme

Neben Zigaretten stehen auch die österreichischen Brauereien vor einem massiven Problem: „Die Versorgungslage bei Verpackungsmaterialien wie Glas, Dosen und Zutaten für Papier-Trays, in denen die Produkte überverpackt werden, ist mehr als volatil und eng. Die Ukraine war ein wichtiger Lieferant für Glasflaschen, aber auch für Stärke und für Getreide“, sagt Egger Bier mit Sitz in St. Pölten gegenüber Heute.

Da eine große Glas-Fabrik in der Ukraine komplett zerstört wurde, herrscht nun ein großer Glas-, Dosen-, Stärke-, aber auch Getreidemangel. Eine große Glas-Fabrik in der Ukraine sei durch den Krieg zerstört worden. „Wenn sich das Angebot schlagartig reduziert, folgt eine entsprechende Preissteigerung“, so die Brauerei. Die Bierherstellung, Produktabfüllung und die Herstellung von Verpackungen sei energieintensiv.

Egger kämpft mit Frachtkapazitäten

Der niederösterreichische Bierhersteller kämpft mit den Frachtkapazitäten. „Wir schaffen es bis jetzt mit einem hohen Zusatzaufwand auf Seiten unserer Mitarbeiter und Mitarbeiterinnen und mit Zusatzkosten, die Versorgung aufrecht zu erhalten. Wobei es leider vorkommen kann, dass wir Lieferungen an unsere Handelspartner verschieben müssen, wenn Rohstoffe oder Verpackungen verspätet bei uns ankommen oder keine Transport-Kapazitäten vorhanden sind. Wir setzen alles daran, die bewährte Liefertreue aufrecht zu erhalten, was durchaus herausfordernd ist“, sagt Frank van der Heijden, Geschäftsführer für Verkauf und Marketing bei Egger.

Auch das Zwettler-Bier lässt die Alarmglocken schlagen: „Aktuell erleben wir einen noch nie dagewesenen, sprunghaften Anstieg der Kosten in nahezu allen Bereichen! Schon seit Jahresbeginn verzeichnen wir diese außergewöhnliche Entwicklung – und es ist nicht davon auszugehen, dass hier bereits der Höchststand erreicht ist“, sagt Rudolf Damberger, Marketing-Leiter von „Zwettler Bier“ in einem Interview zu Heute.

Die Bier-Preise könnten weiter steigen. „Die Volatilität der Märkte und die aktuelle Dynamik machen es extrem schwierig, die beinahe täglich eskalierenden und dadurch unvorhersehbaren Preissprünge zu erfassen“, sagt Damberger zum Schluss.

Quelle: RTL, Bild der Frau, Express, Heute, Fokus