Donald Trump hat sich zur möglichen Veröffentlichung von Dokumenten im Fall Jeffrey Epstein geäußert und dabei vor voreiligen Schlüssen gewarnt. Wie das Portal UNILAD berichtet, erklärte der US-Präsident, dass in den Unterlagen möglicherweise Personen erwähnt werden, die „es nicht verdient haben, dort zu sein“.
Die Regierung Trump steht seit Wochen unter wachsendem Druck, die sogenannten Epstein-Dokumente zu veröffentlichen. Diese Unterlagen über den verstorbenen verurteilten Sexualstraftäter sollen angeblich eine Liste wohlhabender und einflussreicher Klienten enthalten. Im Februar 2025 hatte Generalstaatsanwältin Pam Bondi öffentlich erklärt, eine Liste mit Namen von Epsteins mutmaßlichen Kunden liege auf ihrem Schreibtisch und werde geprüft. Später relativierte sie jedoch ihre Aussage und betonte, dass es keine solche Liste gebe.
Das Justizministerium und das FBI bestätigten im Juli 2025 offiziell, dass eine systematische Überprüfung keine belastende „Kundenliste“ ergeben habe und keine weiteren relevanten Akten veröffentlicht werden sollen. Ein US-Richter lehnte die vollständige Freigabe weiterer Akten im August 2025 ab, da diese keine relevanten neuen Informationen enthielten.
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Trumps Stellungnahme
Bei einer Pressekonferenz im Weißen Haus in Washington wurde Trump direkt auf diese Dokumente angesprochen. Auf die Frage, ob er die Übermittlung von Epstein-Dokumenten an den Aufsichtsausschuss des Repräsentantenhauses unterstütze, antwortete er: „Ich unterstütze vollständige Transparenz. Unschuldige Menschen sollten nicht leiden.“ Viele Menschen könnten in diesen Dokumenten erwähnt werden, die das nicht verdienen, weil er jeden in Palm Beach kannte.
Trump fügte hinzu, er habe Pam Bondi und anderen Verantwortlichen gesagt, alle verfügbaren Unterlagen herauszugeben, da die „ganze Epstein-Geschichte ein demokratischer Schwindel“ sei.
Politische Kehrtwende
Trotz früherer Zurückhaltung hat die Trump-Regierung nun eine Kehrtwende vollzogen und angekündigt, sämtliche FBI-Dokumente einschließlich der Aussagen vor der Grand Jury (Anklagejury) zu veröffentlichen. Die jüngst veröffentlichten Dokumente umfassen vor allem Protokolle der Grand-Jury-Befragungen im Zusammenhang mit Ghislaine Maxwell, enthalten jedoch laut US-Justiz keine neuen wesentlichen Erkenntnisse und keine Hinweise auf strafbares Verhalten weiterer prominenter Personen.
Der Präsident bezeichnete die Angelegenheit als „aufgeblasenen Schwindel“ und kritisierte scharf, dass die Dokumente zuvor von seinen politischen Gegnern verwaltet worden seien.
„Diese Dokumente wurden vom schlimmsten Abschaum der Erde verwaltet. Sie wurden von Comey verwaltet, sie wurden von Garland verwaltet, sie wurden von Biden und all den Leuten verwaltet, die tatsächlich die Regierung führten.“
Trump schloss mit der Behauptung, wenn die Dokumente belastendes Material gegen ihn enthielten, hätten seine Gegner dies bereits im Wahlkampf gegen ihn verwendet.