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Extremismuskonflikt

FPÖ-Nepp tobt nach Lokal-Attacke: „Polizei hätte beobachten müssen!

FPÖ-Nepp tobt nach Lokal-Attacke: „Polizei hätte beobachten müssen!
Foto: iStock
2 Min. Lesezeit |

Farbanschläge und Sachschaden von 10.000 Euro: Eine Wiener Weinbar gerät ins Visier von Extremisten. Der Grund: Ein geplantes Treffen der rechtsextremen Identitären.

Der Verfassungsschutz hat Ermittlungen zu Sachbeschädigungen an einem Lokal nahe dem Wiener Rathaus aufgenommen. Die Weinbar, in der am Donnerstagabend ein Treffen der als rechtsextrem eingestuften Identitären stattfinden soll, wurde in den vergangenen Tagen mehrfach mit Farbe beschmiert und teilweise demoliert. Der Lokalbesitzer Heinz Pollischansky beziffert den entstandenen Sachschaden auf rund 10.000 Euro.

Nach Erkenntnissen der Sicherheitsbehörden dient das Treffen dem Semesterauftakt der Identitären beziehungsweise der ihnen nahestehenden Aktion 451. Letztere wird im Verfassungsschutzbericht 2025 als „rechte Studentengruppe“ und „Tarngruppe“ der Identitären charakterisiert. Laut dem Bericht verfolgt die Gruppierung das Ziel, „die Deutungshoheit an österreichischen Universitäten“ zurückzugewinnen.

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Politische Reaktionen

Verschiedene antifaschistische Gruppierungen haben für den Abend Protestaktionen angekündigt. Der Wiener FPÖ-Vorsitzende Dominik Nepp machte in mehreren Aussendungen „Linksextreme“ für die Beschädigungen verantwortlich und stufte die Vorfälle als „Anschlag“ ein. „Die Polizei hätte das Lokal während der Sperrzeiten beobachten müssen, um genau so einen weiteren Angriff zu verhindern“, betonte er am Donnerstag.

Innenminister Gerhard Karner (ÖVP) bestätigte die Aufnahme von Ermittlungen durch den Verfassungsschutz. Laut der Tageszeitung „Heute“ erklärte Karner: „Der Verfassungsschutz geht konsequent gegen jede Form von Extremismus vor – ohne Unterschied, ob religiös oder politisch motiviert. Hier gibt es Null Toleranz.“

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Bekanntes Lokal

Die betroffene Weinbar Vino gilt als beliebter Treffpunkt für Politikerinnen und Politiker verschiedener Parteien. So feierte dort die FPÖ nach der Wien-Wahl im April ihre Wahlparty. Auch Ex-Vizekanzler Heinz-Christian Strache verkündete in diesem Lokal seinen Austritt aus der FPÖ. Zudem wird die Bar als Stammlokal der Jungen Volkspartei bezeichnet.

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KO KOSMO-Redaktion
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