Die orangefarbene Halloween-Tradition hinterlässt oft Berge von Kürbisfleisch und Kernen. Statt in der Tonne können die Reste kulinarische Überraschungen zaubern.
Kein Halloween ohne ausgehöhlten Kürbis – doch was tun mit dem Innenleben der orangefarbenen Frucht? Das Schnitzen von gruseligen Gesichtern mit spitzen Zähnen und unheimlich leuchtenden Augen gehört mittlerweile fest zur Halloween-Tradition. Nach dem sorgfältigen Entfernen des weichen Fruchtfleisches und der Kerne mit dem Löffel folgt der kreative Teil mit Messer oder Schnitzwerkzeug. Doch statt die ausgelöffelten Kürbisreste einfach zu entsorgen, lassen sich sowohl Fruchtfleisch als auch Kerne vielfältig weiterverwenden.
Wer das Fruchtfleisch konservieren möchte, kann es problemlos einfrieren – entweder in Stücken oder als Püree. Die pürierte Variante bietet den Vorteil, dass sie nach dem Auftauen sofort verwendbar ist und weniger Platz im Gefrierschrank benötigt. Für die Lagerung eignen sich besonders gut gereinigte Marmeladengläser oder spezielle Gefrierbehälter. Bei der Verwendung von Gläsern sollte man allerdings beachten, nur etwa drei Viertel des Volumens zu füllen, da das Püree beim Gefrieren expandiert.
Vielseitige Verwendung
Das Kürbisfleisch verleiht Backwaren eine besondere Qualität, wenn man es fein püriert und unter den Teig mischt. Es sorgt nicht nur für eine saftige Konsistenz, sondern gibt auch eine herbstlich-süße Geschmacksnote ab – besonders harmonisch in Kombination mit Gewürzen wie Zimt, Muskat und Vanille.
Eine samtige Pasta- oder Reissauce entsteht, wenn man das Kürbisfleisch mit Zwiebeln, Knoblauch und etwas Sahne sanft köchelt. Nach dem Pürieren und Abschmecken mit Parmesan erhält man eine cremige Begleitung für verschiedene Hauptgerichte.
Hundebesitzer dürfen ihren Vierbeinern eine kleine Freude bereiten: Gekochtes Kürbisfleisch ohne Gewürzzusatz ist leicht verdaulich und verträglich für den Hundemagen – in Maßen als gesunder Snack durchaus geeignet.
Knusprige Kerne
Die Kürbiskerne verdienen ebenfalls Aufmerksamkeit: Nach gründlicher Reinigung von anhaftenden Fasern und Fruchtfleisch werden sie abgespült, abgetropft und sorgfältig getrocknet. Anschließend kommen sie mit wenigen Tropfen Öl – etwa Oliven- oder Rapsöl – in eine beschichtete Pfanne. Je nach Geschmacksvorliebe lässt sich eine Prise Zucker für eine süß-herbe Karamellnote oder etwas Salz für eine pikante Variante hinzufügen.
Die gerösteten Kerne eignen sich hervorragend als knuspriges Topping für Suppen oder Salate.