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TERROR IN WIEN

Kanzler Kurz: „Das ist kein Kampf zwischen Österreichern und Migranten“

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(FOTO: BKA/Andy Wenzel)

Nach dem gestrigen Anschlag in der Wiener Innenstadt wandte sich Bundeskanzler Sebastian Kurz (ÖVP) Dienstagfrüh per Videokonferenz live an die Bevölkerung.  

„Die Republik und Bevölkerung sind Ziel eines brutalen Terroranschlags geworden“, beginnt Bundeskanzler Kurz seine Rede. Mittlerweile sei die Anzahl der kaltblütig ermordeten Zivilisten auf vier gestiegen: Ein älterer Herr, eine ältere Dame, ein junger Passant und eine Kellnerin wurden getötet. Ein Polizist wurde ebenfalls im Einsatz angeschossen und verwundet, er befindet sich auch weiterhin in kritischem Zustand. 14 weitere Menschen wurden zum Teil schwer verletzt.

Der Anschlag habe uns allen gegolten – „es war ein Anschlag auf unsere freie Gesellschaft“, sagte Kurz. Aber: „wir werden unsere Werte verteidigen.“ Alle, die etwas mit diesen Schandtaten zu tun hätten, würden verfolgt werden.

Doch es sei auch wichtig, nicht „in die Falle der Terroristen“ zu tappen, so der Bundeskanzler: „Der Feind, der islamistische Terror, möchte unsere Gesellschaft spalten. Diesem Hass werden wir keinem Raum geben.“ Unser Feind seien niemals die Angehörigen einer Religionsgemeinschaft, sondern Terroristen. Es sei kein Kampf zwischen Christen und Muslimen oder Österreichern und Migranten, sondern ein Kampf zwischen „Zivilisation und Barbarei“.

Zum Schluss spricht kurz den Sicherheits- und Rettungskräften noch einen großen Dank aus, ebenso wie anderen Menschen, die durch Zivilcourage Leben gerettet hätten. Gemeinsam mit internationalen Partner wolle man nun den Kampf gegen den Terrorismus und Islamismus führen:

„Wir werden die Opfer des gestrigen Anschlags niemals vergessen und wir werden unsere Werte verteidigen.“ Damit beendet Kurz seine Ansprache.

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