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Sabotageakt

Linksextreme „Vulkangruppe“ legt Berlin lahm – 30.000 Haushalte im Dunkeln

Linksextreme „Vulkangruppe“ legt Berlin lahm – 30.000 Haushalte im Dunkeln
(FOTO: EPA / FILIP SINGER)
2 Min. Lesezeit |

Berliner Stadtteile im Ausnahmezustand: Ein mutmaßlich linksextremistischer Anschlag legt das Stromnetz lahm und zwingt Behörden zur Ausrufung einer Großschadenslage.

Nach dem Stromausfall in mehreren Berliner Stadtteilen beginnt die Woche für Schulkinder in Berlin-Steglitz-Zehlendorf mit unerwarteten Einschränkungen. Für betroffene Familien wurden Notbetreuungsmöglichkeiten in anderen Schulbezirken eingerichtet. Sowohl Polizei als auch Rettungsdienste sind im Dauereinsatz, während auch die Bundeswehr zur Unterstützung angefordert wurde. Die Behörden haben aufgrund des Ausmaßes eine „Großschadenslage“ für die betroffenen Gebiete deklariert.

Der zuständige Betreiber Stromnetz Berlin spricht von erheblichen Beschädigungen der Infrastruktur und einem technisch anspruchsvollen Reparaturprozess. In der ersten Phase waren insgesamt 45.000 Haushalte sowie mehr als 2.200 Gewerbebetriebe in Berlin-Nikolassee, Berlin-Zehlendorf, Berlin-Wannsee und Berlin-Lichterfelde ohne Strom. Inzwischen konnte die Versorgung für etwa 14.000 Haushalte und 500 Unternehmen wiederhergestellt werden. Nach aktuellen Prognosen wird eine vollständige Normalisierung der Stromversorgung erst am Donnerstagnachmittag erwartet.

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Linksextremistischer Anschlag

Seit Sonntag behandeln die deutschen Sicherheitsbehörden den Vorfall offiziell als politisch motivierten Anschlag aus dem linksextremistischen Spektrum. Die Berliner Innensenatorin Iris Spranger (SPD) bestätigte die Authentizität eines bei den Behörden eingegangenen Bekennerschreibens mutmaßlicher Linksextremisten.

Das umfangreiche Schreiben der selbsternannten „Vulkangruppe“ trägt den Titel „Den Herrschenden den Saft abdrehen“. Die Verfasser erklären darin: „In der Gier nach Energie wird die Erde ausgelaugt, ausgesaugt, verbrannt, geschunden, niedergebrannt, vergewaltigt, zerstört.“ Sie behaupten, das Gaskraftwerk in Berlin-Lichterfelde „erfolgreich sabotiert“ zu haben. Dabei betonen die Verfasser, dass nicht die Stromausfälle selbst, sondern ein Angriff auf die fossile Energiewirtschaft das eigentliche Ziel gewesen sei.

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Klinische Versorgung

Mehrere große Kliniken in den betroffenen Bezirken konnten nach einem Tag wieder an das reguläre Stromnetz angeschlossen werden. Dank funktionierender Notstromaggregate war eine Evakuierung nicht erforderlich. Dennoch sind viele Pflegeeinrichtungen sowie zahlreiche pflegebedürftige Personen in ihren Privatwohnungen weiterhin vom Stromausfall betroffen.

Feuerwehr und verschiedene Hilfsorganisationen haben deshalb provisorische Notunterkünfte eingerichtet.

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KO KOSMO-Redaktion
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