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Freiwilligenarbeit

Millionen packen an: Österreichs stille Helfer schenken 6 Stunden pro Woche

Millionen packen an: Österreichs stille Helfer schenken 6 Stunden pro Woche
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2 Min. Lesezeit |

Millionen Österreicher packen freiwillig an – sechs Stunden pro Woche investieren sie durchschnittlich in ihr Ehrenamt. Besonders aktiv: Senioren, Akademiker und Landbewohner.

Fast die Hälfte der Österreicherinnen und Österreicher ab 15 Jahren engagiert sich ehrenamtlich. Wie die Statistik Austria am Donnerstag mitteilte, sind rund 3,73 Millionen Menschen in Vereinen, Kirchen, Organisationen oder Initiativen freiwillig tätig – das entspricht 48,2 Prozent der Bevölkerung. Im Schnitt investieren die Freiwilligen knapp sechs Stunden pro Woche in ihr Engagement, wobei ältere Menschen ab 60 Jahren mit durchschnittlich 7,29 Wochenstunden besonders aktiv sind. Den größten Anteil macht mit 38,7 Prozent der informelle Bereich aus, etwa Nachbarschaftshilfe ohne organisatorischen Hintergrund. Formelle Hilfe in Vereinen oder Organisationen leisten 24,1 Prozent, während 30 Prozent sowohl formell als auch informell aktiv sind.

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Die Bereitschaft zum Ehrenamt variiert je nach demografischen Faktoren. Männer engagieren sich mit 50,7 Prozent etwas häufiger als Frauen (45,8 Prozent) und übernehmen öfter Führungspositionen sowie Aufgaben in der Interessensvertretung. Frauen sind dagegen stärker in der Öffentlichkeitsarbeit, der Gruppenleitung, der pädagogischen Betreuung und im Projektmanagement vertreten.

Demografische Unterschiede

Die Beteiligung am Ehrenamt zeigt auch alters- und bildungsspezifische Unterschiede. Unter 30-Jährige weisen die niedrigste Engagementquote auf, während die 50- bis 59-Jährigen am aktivsten sind. Beim Bildungsniveau zeigt sich: Akademiker engagieren sich am häufigsten ehrenamtlich, Personen mit Lehrabschluss am seltensten. Zudem besteht ein deutliches Stadt-Land-Gefälle – je kleiner die Gemeinde, desto höher der Anteil an Freiwilligen.

Beliebte Bereiche

Thematisch dominiert der Bereich Sport und Bewegung das Ehrenamt, gefolgt vom Katastrophen- und Rettungsdienst. Auf den weiteren Plätzen folgen die Bereiche Kunst, Kultur und Unterhaltung sowie Soziales und Gesundheit.

Samariterbund-Präsident Franz Schnabl betonte, Freiwilligenarbeit sei „keine billige, sparsame Alternative“. Sozialministerin Korinna Schumann (SPÖ) hob am Donnerstag den gesamtgesellschaftlichen Nutzen des freiwilligen Engagements hervor und bezeichnete es unter anderem als „wirksames Mittel gegen Einsamkeit“.

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KO KOSMO-Redaktion
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