In der türkischen Stadt Kayseri sorgte ein Einbruch für Aufsehen, bei dem der Täter zunächst mit schwerem Gerät anrückte und später auf unkonventionelle Weise flüchtete.
Im Ildem-Cumhuriyet-Viertel drang ein Mann gewaltsam in ein Juweliergeschäft ein, indem er einen vermutlich entwendeten Gabelstapler zweckentfremdete. Die Überwachungskameras dokumentierten, wie der maskierte Einbrecher die Metallrollläden mit den Gabeln des Fahrzeugs anhob und anschließend die Schaufensterscheiben zerstörte.
Im Inneren des Geschäfts warf er eine Vitrine um und erbeutete Schmuckstücke. Den Behördenangaben zufolge entwendete der Täter insgesamt etwa 150 Gramm Gold – darunter diverse Ringe, Halsketten, Armbänder und Ohrringe. Die massiven Tresore blieben hingegen unangetastet.
⇢ Eisenstange statt Schulbank: Jugendgang knackt Zigaretten-Automaten
Flucht auf dem Esel
Nach der Tat wählte der Einbrecher ein höchst ungewöhnliches Fluchtmittel: Statt in einem Kraftfahrzeug davonzurasen, bestieg er einen Esel – ein Moment, den Überwachungskameras ebenfalls festhielten. Die Ermittler der Provinzpolizei Kayseri konnten den 26-jährigen Verdächtigen anhand des Videomaterials identifizieren und nahmen ihn kurz darauf fest. Ein Richter verfügte später die Untersuchungshaft.
Turkey gold jewellery thief escapes on donkey #turkey pic.twitter.com/k3Vhcku4Sw
— 30 seconds (@30secondsne) February 16, 2026
Bei seiner polizeilichen Vernehmung gab der Mann zu, die maskierte Person auf den Aufnahmen zu sein. Er schilderte, alkoholisiert gewesen zu sein und weitere alkoholische Getränke kaufen gewollt zu haben, jedoch kein geöffnetes Geschäft gefunden zu haben. Den Gabelstapler habe er bei einem Betrieb entdeckt und durch Manipulation der Elektrik in Gang gesetzt.
Eigentlich habe er zu einem anderen Laden fahren wollen, sich aber beim Anblick des Juweliergeschäfts an seine Geldprobleme erinnert und spontan zum Einbruch entschlossen.
Beute sichergestellt
Der Täter berichtete weiter, dass er das Geschäft zunächst zu Fuß verlassen habe. Später sei er an einem Bach auf seinen Esel gestiegen und zu einer Scheune seiner Familie geritten. Dort versteckte er nach eigenen Angaben die Beute in einer Tasche unter einem Lehmziegel am Eingang des Heulagers.
Die Polizeibeamten fanden den Schmuck genau an der beschriebenen Stelle und konnten ihn dem rechtmäßigen Besitzer zurückgeben. Der 26-Jährige befindet sich nach seinem außergewöhnlichen Beutezug nun in Untersuchungshaft.
Während das entwendete Gold wieder im Besitz des Juweliers ist.